Deutsche Tageszeitung - Platz vier in Planica: DSV-Adler fliegen am Podest vorbei

Platz vier in Planica: DSV-Adler fliegen am Podest vorbei


Platz vier in Planica: DSV-Adler fliegen am Podest vorbei
Platz vier in Planica: DSV-Adler fliegen am Podest vorbei / Foto: © IMAGO/SID

Die deutschen Skispringer sind erstmals seit 18 Jahren in einer Weltcup-Saison ohne Podestplatz in klassischen Teamspringen geblieben. Beim einzigen Vierer-Wettbewerb des Winters kam das DSV-Quartett um Olympiasieger Philipp Raimund am Samstag beim Fliegen in Planica auf den vierten Platz. Den Sieg sicherte sich Österreich.

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"Vierter werden ist sehr schade. Aber insgesamt war es gerade für mich ein sehr positiver Tag", sagte Schlussspringer Andreas Wellinger.

Letztmals waren die DSV-Adler in der Saison 2007/08 ohne Team-Podium geblieben, damals wurden drei Wettbewerbe im Weltcup ausgetragen. Bei der Flug-WM im Januar in Oberstdorf hatte Deutschland als Vierter ebenfalls eine Medaille verpasst. Bei den folgenden Olympischen Spielen in Norditalien stand statt des traditionellen Vierer-Teams nur das "Super Team" mit zwei Springern auf dem Programm.

Bei sehr anspruchsvollen Bedingungen mit starkem Aufwind war der frühere WM-Zweite Wellinger mit 230,0 und 226,5 m bester Springer im Team des scheidenden Bundestrainers Stefan Horngacher an dessen vorletztem Wettkampftag. Ex-Weltmeister Karl Geiger (238,5+215,0) glänzte im ersten Durchgang. Raimund (215,5+218,0) und Pius Paschke (208,5+212,5) fielen ein bisschen ab.

Österreich mit dem am Vortag ebenso heftig wie folgenlos gestürzten Olympiasieger Stephan Embacher setzte sich mit 1439,5 Punkten vor Japan (1425,6) durch. Dritter wurden die Norweger (1418,0), bei denen Johann Andre Forfang nach Tagesbestweite im ersten Durchgang (246,0) im Finale mit 202,5 m die Führung verspielte. Deutschland (1374,7) verpasste das Podest um rund 36 Meter.

Sloweniens Topstar Domen Prevc, Einzel-Sieger am Freitag, hatte im Probedurchgang für eine Schrecksekunde gesorgt, als er bei heftigem Wind nur knapp einem schweren Sturz entging. Bei heftigem Aufwind geriet der 26-Jährige kurz nach dem Absprung ins Taumeln, landete nur mit viel Glück und Können heil bei 80 m - sein an gleicher Stelle erzielter Weltrekord aus dem Vorjahr steht bei 254,5 m. Auch im Wettkampf hatte Prevc in beiden Durchgängen große Probleme und flog ungewohnt unruhig, auch deshalb reichte es für die Slowenen nur zu Rang fünf.

Am Sonntag (10.00 Uhr/ZDF und Eurosport) beschließt das Finale der besten 30 Springer die lange Olympia-Saison.

(A.Nikiforov--DTZ)

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