Deutsche Tageszeitung - "Zum Leidwesen meiner Familie": Vonn erwägt nächstes Comeback

"Zum Leidwesen meiner Familie": Vonn erwägt nächstes Comeback


"Zum Leidwesen meiner Familie": Vonn erwägt nächstes Comeback
"Zum Leidwesen meiner Familie": Vonn erwägt nächstes Comeback / Foto: © SID

Speed Queen Lindsey Vonn erwägt offenbar trotz ihres schweren Olympia-Unfalls ein abermaliges Comeback - oder gerade deswegen. "Sehr zum Leidwesen meiner Familie – ja", sagte die 41-Jährige in der Sendung "Today" des US-Senders NBC auf eine entsprechende Frage.

Textgröße ändern:

Die Aussage ihres Vaters unmittelbar nach ihrem Sturz, ihre Karriere sei damit ein für alle mal beendet, habe sie angestachelt, betonte Vonn. "Es gibt einen sicheren Weg, mich dazu zu bringen, etwas zu tun: Mir zu sagen, dass ich es nicht kann. Mein Vater könnte also der ausschlaggebende Punkt sein, warum ich noch ein letztes Mal zurückkomme", sagte sie und lachte.

Konkret seien die Comeback-Gedanken noch nicht. Sie könne auch etwas anderes tun, meinte Vonn, wie sie es schon nach ihrem ersten Abschied 2019 getan habe. "Ich weiß, wie es ist, keine Rennläuferin mehr zu sein. Es ist nur so: Skirennen zu fahren, ist etwas, das ich liebe. Und ich hatte in dieser Saison so viel Spaß - aber ich hatte keinen letzten Lauf."

Den verhinderte ihr schwerer Sturz bei der Olympia-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo, bei dem sie beinahe ein Bein verlor. Vonn musste mehrfach operiert werden und befindet sich in einer monatelangen Reha. Für Vonn steht fest: Diese 13 Sekunden bis zum Unfall sollten nicht ihre Karriere definieren.

Und so finde sie Gefallen an dem Gedanken, "einen letzten Lauf" zu haben, vielleicht mehr. Zunächst gelte es aber, wieder ein normales Leben zu führen. Aktuell sehen ihre Tage so aus: "Zwei Stunden Therapie, zwei Stunden in einer Überdruckkammer, Zeit im Fitnessstudio und mehr." Und am nächsten Tag: alles von vorne.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Neuendorf über Nagelsmann: "Nicht zur Tagesordnung übergehen"

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) spielt in der Bundestrainer-Frage nach dem neuerlichen WM-Desaster vorerst auf Zeit, die Luft für Julian Nagelsmann aber wird dünner. "Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte Präsident Bernd Neuendorf in einer DFB-Mitteilung rund 16 Stunden nach dem blamablen 3:4 i.E. im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.

Heimkehr nach Spanien: Grimaldo-Transfer zu Atlético perfekt

Ein weiterer Double-Held verlässt Bayer Leverkusen: Alejandro Grimaldo wechselt zur kommenden Saison von der Werkself zu Atlético Madrid. Wie der elfmalige spanische Meister am Dienstag verkündete, hat der torgefährliche Linksverteidiger beim Verein von Trainer Diego Simeone einen Vertrag bis 2030 unterzeichnet. Für den 30-Jährigen, der aktuell mit Spaniens Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada weilt, soll dem Vernehmen nach inklusive Bonuszahlungen eine Ablöse in Höhe von 25 Millionen Euro nach Leverkusen fließen.

Premiere in Wimbledon: Hanfmann erstmals in Runde zwei

Premiere an der Church Road: Yannick Hanfmann hat erstmals die zweite Runde von Wimbledon erreicht. Der Karlsruher setzte sich am Dienstag gegen den Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard mit 6:7 (6:8), 7:6 (11:9), 6:2, 6:3 durch. Nach Jan-Lennard Struff überstand damit der zweite deutsche Tennisprofi Runde eins.

"Ja": Neuer bestätigt erneuten DFB-Abschied

Mit dem bitteren Aus gegen Paraguay hat die Nationalmannschaftskarriere von Manuel Neuer ein - erneutes - Ende genommen. "Ja", sagte der Torhüter auf die Frage, ob das Sechzehntelfinale der WM sein letztes Länderspiel gewesen sei, in der ARD. Neuer hatte bereits nach der EM 2024 in Deutschland seinen Rücktritt erklärt, gab zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko aber sein Comeback im DFB-Trikot. Oliver Baumann, Stammtorwart in der Qualifikation, rückte dafür wieder ins zweite Glied.

Textgröße ändern: