Deutsche Tageszeitung - Elfmeter für Bayern? Experten uneins

Elfmeter für Bayern? Experten uneins


Elfmeter für Bayern? Experten uneins
Elfmeter für Bayern? Experten uneins / Foto: © SID

Michael Olise saß auf dem Rasen des Bernabéu und schimpfte, auch Vincent Kompany reklamierte - alles vergeblich: Schiedsrichter Michael Oliver wollte partout kein strafwürdiges Vergehen erkannt haben - also: kein Elfmeter! Dabei hatte Verteidiger Álvaro Carreras den französischen Nationalspieler nicht nur gestoßen, sondern auch am rechten Bein getroffen (90.+4).

Textgröße ändern:

Es blieb zwar beim 2:1 (1:0) für den FC Bayern bei Real Madrid im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League. Doch die Olise-Szene wurde danach noch kontrovers diskutiert.

"Er lässt sich ja nicht fallen, er kommt am Fünfereck frei zum Schuss. Das ist fast ein klares Tor, da machst du alles, um stehen zu bleiben", sagte TV-Experte Christoph Kramer bei Prime Video: "Ich hätte es gepfiffen, verstehe aber auch den Schiedsrichter, dass er es nicht pfeift."

Der frühere Unparteiische Lutz Wagner sekundierte: "Über einen Strafstoß hätte sich Real Madrid nicht beschweren können." Allerdings gab er zu bedenken, dass die Entscheidung zu Olivers Linie gepasst habe. "Er hat sehr großzügig, sehr gut gepfiffen und einiges laufen lassen, auch im Oberkörperbereich. Er war berechenbar für die Spieler, da hat die letzte Szene reingepasst und er lag im Gesamtbild richtig."

Die Bayern konnten damit leben, wie Max Eberl meinte. "Vielleicht" hätten sie "sogar einen Penalty" bekommen können, sagte der Sportvorstand zwar, "aber ich finde, der Schiedsrichter hat es in Summe über das ganze Spiel wirklich sehr gut gemacht und das Spiel sehr gut geleitet."

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Maradona-Tochter beklagt "Manipulation" der Familie

Im neu aufgerollten Prozess um den Tod des argentinischen Fußball-Idols Diego Maradona hat dessen Tochter Gianinna schwere Vorwürfe gegen das behandelnde Ärzteteam ihres Vaters erhoben. Die Familie des legendären Zehners sei in den Wochen vor seinem Tod "total und auf schreckliche Weise manipuliert" worden, sagte sie am Dienstag vor Gericht im argentinischen San Isidro aus.

Zehnte Niederlage in Serie für 45 Jahre alte Venus Williams

Tennis-Altmeisterin Venus Williams ist auch beim WTA-Turnier in Madrid in der ersten Runde ausgeschieden und muss weiter auf ihren ersten Sieg im Jahr 2026 warten. Im Duell zweier Wildcard-Spielerinnen unterlag die 45 Jahre alte Gewinnerin von sieben Grand-Slam-Titeln der Spanierin Kaitlin Quevedo 2:6, 4:6 und kassierte ihre zehnte Niederlage in Serie.

Machbare WM-Gruppe für deutsche Basketballerinnen

Ein Hammergegner und zwei machbare Aufgaben: Die deutschen Basketballerinnen haben bei der Auslosung der Heim-WM eine dann doch dankbare Gruppe erwischt. Wie die Zeremonie am Dienstagabend in Berlin ergab, trifft das Team um Starspielerin Satou Sabally in der Vorrunde des Turniers in der Bundeshauptstadt (4. bis 13. September) in Gruppe A auf Vize-Europameister Spanien, Japan und Mali.

Fortsetzung im Rechtsstreit zwischen ARD und DESG

Der Rechtsstreit zwischen der ARD und der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) geht auch nach dem Urteil des Landgerichts Hamburg weiter. Wie der von der DESG beauftragte Rechtsanwalt Norman Buse dem SID bestätigte, legt der Verband, dessen Unterlassungsansprüche in vier von fünf Punkten abgewiesen worden waren, Beschwerde ein. Zudem, so teilte Buse mit, gebe es "ein weiteres einstweiliges Verfügungsverfahren gegen den WDR, RBB und die Journalisten Seppelt und Mebus derzeit am Landgericht Hamburg".

Textgröße ändern: