Deutsche Tageszeitung - Wüst: 1,4 Millionen Stimmen abgegeben - Herten verpasst Quorum

Wüst: 1,4 Millionen Stimmen abgegeben - Herten verpasst Quorum


Wüst: 1,4 Millionen Stimmen abgegeben - Herten verpasst Quorum
Wüst: 1,4 Millionen Stimmen abgegeben - Herten verpasst Quorum / Foto: © picture-alliance/SID

Rund 1,4 Millionen Menschen haben an der Bürgerbefragung in 17 Kommunen Nordrhein-Westfalens zur Frage teilgenommen, ob sich ihre Stadt an der Olympia-Bewerbung von Köln/Rhein-Ruhr um Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beteiligen soll. Das erklärte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zum Auftakt der zentralen Veranstaltung zu den Ergebnissen in Köln. Die Wahlbeteiligung habe bei rund 32 Prozent gelegen, in der "Leading City" Köln waren es 40,5 Prozent. Rund vier Millionen Bürgerinnen und Bürger in NRW hatten seit Mitte März Briefwahlunterlagen erhalten.

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Mit einem "vorläufigen Zwischenergebnis des Gesamtentscheids" wird ab 21 Uhr gerechnet. Einige Kommunen gaben aber bereits Zwischenergebnisse bekannt, bei denen teils deutlich mehr Ja- als Nein-Stimmen zu verzeichnen waren. In Herten im Ruhrgebiet, wo laut Konzept Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen waren, wurde die Mindestanzahl an Stimmen (Quorum) nicht erreicht, die Stadt scheidet damit aus.

Wüst stützte sich in seiner von Optimismus geprägten Rede auf aktuelle Umfragen der vergangenen Tage, die in Richtung 60 Prozent tendiert hätten. "Ich kann Ihnen mitteilen: Wir können davon ausgehen, dass die Menschen unserer Bewerbung mehrheitlich ihre Stimme gegeben haben", sagte der CDU-Politiker.

München hatte im vergangenen Oktober eine Zustimmung von 66,4 Prozent erzielt. In Hamburg werden die Bürgerinnen und Bürger ebenfalls um ihre Beteiligung gebeten, ausgezählt wird am 31. Mai. Beim vierten deutschen Interessenten Berlin ist ein Referendum nicht vorgesehen.

Die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger in den jeweiligen Regionen ist für die Evaluierungskommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung der nationalen Kandidaten. Letztlich entscheiden aber die Delegierten, allen voran die olympischen Verbände, am 26. September in Baden-Baden über den Bewerber beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Der DOSB rechnet mit einer Vergabe der Spiele 2036 nicht vor 2027. Die internationale Konkurrenz im Werben um Olympia ist trotz der komplizierten Weltlage groß.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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