Deutsche Tageszeitung - "Ich hatte Glück": Herbert blickt auf schwere Krankheit zurück

"Ich hatte Glück": Herbert blickt auf schwere Krankheit zurück


"Ich hatte Glück": Herbert blickt auf schwere Krankheit zurück
"Ich hatte Glück": Herbert blickt auf schwere Krankheit zurück / Foto: © picture-alliance/kolbert-press/SID

Basketball-Weltmeistertrainer Gordon Herbert hat rund vier Monate nach seiner Entlassung erstmals über seine schweren gesundheitlichen Probleme in seiner Zeit bei Meister Bayern München gesprochen. "Ich hatte großes Glück. Ich lag mit Myokarditis (eine Herzmuskelentzündung, Anm. d. Red.) und einem weiteren Herzschlag im Bett und fragte mich, ob ich das durchstehen könnte", sagte der Kanadier im Interview mit dem Online-Portal "basketball-world.news": "Das war schon sehr bedrohlich. Ich weiß, dass Menschen schon daran gestorben sind."

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Mitte Oktober 2025 stand Herbert, der die deutsche Nationalmannschaft 2023 sensationell zu WM-Gold geführt hatte, erstmals mit Maske an der Seitenlinie, im November fehlte er den Bayern für drei Wochen komplett. "Ich hatte COVID und habe darunter gelitten. Letztlich hatte ich Glück, weil die Ärzte bei mir einen zusätzlichen Herzschlag entdeckt und mich aus dem Verkehr gezogen haben", sagte Herbert.

Es sei eine "schwere Zeit" gewesen. "Ich habe die Arbeit als Trainer über meine eigene Gesundheit gestellt. Dafür habe ich einen Preis gezahlt. Es wurde wirklich schlimm und ich habe 16 bis 17 Stunden am Tag geschlafen. Ich war fast zweieinhalb Wochen im Bett", sagte Herbert, der im Dezember zurückkehrte, nach einer Niederlagenserie in der EuroLeague dann aber kurz vor Weihnachten entlassen wurde.

Zuletzt unterzog sich der 66-Jährige einer Knie-OP, es gehe ihm "deutlich besser". Ab Juli soll er nun die kanadische Nationalmannschaft trainieren. "Ich weiß noch nicht, ob ich es in Vollzeit mache oder noch einen Klub zusätzlich übernehmen möchte. Ich könnte mir durchaus auch ein weiteres Engagement in Europa vorstellen, gerne auch in Deutschland. Vielleicht ergibt sich in dieser Hinsicht in den kommenden Monaten etwas", sagte Herbert.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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