Deutsche Tageszeitung - "Eine Tragödie": Keine Para-Leichtathletik-EM in diesem Jahr

"Eine Tragödie": Keine Para-Leichtathletik-EM in diesem Jahr


"Eine Tragödie": Keine Para-Leichtathletik-EM in diesem Jahr
"Eine Tragödie": Keine Para-Leichtathletik-EM in diesem Jahr / Foto: © picture-alliance/Beautiful Sports/SID

Im Jahr 2026 werden keine Leichtathletik-Europameisterschaften im Parasport stattfinden. Der Weltverband World Para Athletics beendete die Suche nach einem Ausrichter ohne Erfolg. Die Saison verläuft für die deutschen Leichtathleten um die Paralympicssieger Markus Rehm und Johannes Floors somit ohne Großereignis.

Textgröße ändern:

"Es ist eine Tragödie, dass unsere Athletinnen und Athleten das Jahr ohne großen Höhepunkt gestalten müssen", sagte Lukas Niedenzu, stellvertretender Sportdirektor im Deutschen Behindertensportverband (DBS): "Es fehlt der internationale Leistungsvergleich mit den besten Athleten Europas. Die gesamte Jahresplanung ist damit hinfällig und muss neu ausgerichtet werden."

Mit Blick auf die Sommerspiele in zwei Jahren in Los Angeles bedeute dies für die Sportlerinnen und Sportler, "weiter intensiv und konzentriert zu trainieren, ohne in dieser Saison ein Ziel vor Augen zu haben. Das ist für die Motivation eine Herausforderung, die wir nun annehmen werden", sagte Niedenzu.

Bundestrainerin Marion Peters klagte neben der wegfallenden Standortbestimmung auch über die fehlende Sichtbarkeit. "Dass es in diesem Jahr keine EM geben wird, schadet uns massiv, denn wir finden dadurch kaum statt", sagte Peters: "Die Athletinnen und Athleten haben keine sportliche Bewährungsmöglichkeit, insbesondere den talentierten Nachwuchs wollten wir eigentlich bei der EM auf der großen Bühne heranführen und ihnen auf dem Weg zu den Paralympics den nächsten Schritt ermöglichen."

Das nächste Großereignis ist somit die WM im kommenden Jahr, mit der usbekischen Hauptstadt Taschkent (18. bis 27. Juni 2027) ist bereits ein Ausrichter gefunden. Erstmals macht die größte Einzelveranstaltung im Parasport Station in Zentralasien.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Zverev sagt Start beim Heimturnier in Hamburg ab

Kein Auftritt im Wohnzimmer: Tennisstar Alexander Zverev verzichtet in der Vorbereitung auf die French Open (ab 24. Mai) auf eine Teilnahme an seinem Heimturnier in Hamburg. Am Freitag gab der 29-Jährige, der ursprünglich zugesagt hatte, aufgrund von Rückenproblemen seine Absage bekannt.

Disziplinarmaßnahme: Riera bestätigt Geldstrafe gegen Burkardt

Eintracht Frankfurts Trainer Albert Riera hat einen disziplinarischen Vorfall mit Nationalspieler Jonathan Burkardt bestätigt und zugleich das Öffentlichwerden von internen Informationen harsch kritisiert. "Wissen Sie auch, was ich heute zum Frühstück hatte? Haben Sie da auch Informationen?", fragte der Spanier die Medienvertreter: "Wir lachen jetzt, aber das ist ein großes Problem in einem Verein. Diese interne Disziplin muss unter uns bleiben. So wie es in jeder Firma der Fall ist."

NHL-Profi Sturm kommt nicht - DEB-Team komplett

NHL-Profi Nico Sturm wird die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz nicht verstärken. Der Angreifer war mit Minnesota Wild im NHL-Viertelfinale gegen die Colorado Avalanche ausgeschieden. Sportvorstand Christian Künast vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) hatte am Donnerstag Hoffnung noch auf einen WM-Einsatz des 31-Jährige gemacht. Der DEB meldete für das Auftaktspiel am Freitag (16.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) bereits 25 Spieler. Damit ist das WM-Aufgebot komplett, wie der DEB bestätigte.

Belgien mit Frankfurts Theate zur WM

Eintracht Frankfurts Arthur Theate steht als einziger Profi aus der Fußball-Bundesliga in Belgiens Kader für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli). Das geht aus dem am Freitag von Bondscoach Rudi Garcia veröffentlichten 26-köpfigen Aufgebot hervor.

Textgröße ändern: