Deutsche Tageszeitung - Nach Finaleinzug: Krawalle und Verletzte in Paris

Nach Finaleinzug: Krawalle und Verletzte in Paris


Nach Finaleinzug: Krawalle und Verletzte in Paris
Nach Finaleinzug: Krawalle und Verletzte in Paris / Foto: © SID

Nach dem Einzug von Titelverteidiger Paris Saint-Germain in das Finale der Champions League ist es in der französischen Hauptstadt zu Ausschreitungen gekommen. Im Großraum Paris seien 127 Personen festgenommen worden, teilte Frankreichs Innenminister Laurent Nunez mit. Elf Menschen wurden demnach bei den Krawallen im Anschluss an das Halbfinal-Rückspiel bei Bayern München verletzt, eine davon schwer. 23 Polizisten hätten leichte Verletzungen davongetragen, Nunez verurteilte die Ausschreitungen "auf das Schärfste".

Textgröße ändern:

Insgesamt wurden 95 Personen in Polizeigewahrsam genommen, darunter neun Minderjährige aus Paris. Zu den Delikten zählt insbesondere die "bewaffnete Teilnahme an einer unerlaubten Zusammenrottung nach einer behördlichen Auflösungsanordnung". Dabei handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um eine Straftat, die mit "fünf Jahren Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von 75.000 Euro" geahndet werden kann.

Paris reichte am Mittwochabend bei den Bayern ein 1:1 (1:0) zum erneuten Einzug ins Endspiel, das Hinspiel-Spektakel vor einer Woche hatte die Mannschaft von Trainer Luis Enrique mit 5:4 gewonnen. Im Finale in Budapest am 30. Mai trifft Paris auf den Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal um Nationalspieler Kai Havertz.

Nunez lobte das schnelle Handeln der Polizei am Mittwochabend in Paris und versprach, dass es am Tag des Endspiels einen groß angelegten Einsatz geben werde, um erneute Krawalle zu verhindern: "Wir werden keine Ausschreitungen tolerieren."

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Böser Fehlstart in die Heim-WM: DBB-Frauen gehen unter

Abreibung zum Auftakt: Für die deutschen Basketballerinnen hat die Heim-WM mit einer bitteren Enttäuschung begonnen. Im Kracherspiel gegen Medaillenkandidat Spanien musste sich das Team von Bundestrainer Olaf Lange in der Berliner Uber Arena nach einer ernüchternden Vorstellung 53:83 (24:50) geschlagen geben und hat schon jetzt keine realistische Chance mehr auf den so wichtigen Gruppensieg. Denn nur die Tabellenersten der Vorrunde ziehen direkt ins Viertelfinale ein.

Medien: Musiala gegen Schalke im Kader

Jamal Musiala kehrt beim Bundesliga-Spiel gegen Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr/Sky) offenbar in den Kader des FC Bayern zurück. Nach Informationen von Sky entschieden die Verantwortlichen der Münchner, den Nationalspieler mit nach Gelsenkirchen zu nehmen. Trainer Vincent Kompany hatte am Freitagvormittag angekündigt, er wolle vor einer endgültigen Entscheidung das Abschlusstraining abwarten.

Russell vor Leclerc: Mercedes schlägt Ferrari in Monza

George Russell hat dem Ferrari-Duo die Show gestohlen und zum Auftakt der Formel 1 in Monza die Tagesbestzeit gesetzt. Der Mercedes-Pilot drehte in 1:22,559 Minuten die schnellste Runde im zweiten freien Training, er war damit gut eine Zehntelsekunde schneller als Charles Leclerc im Ferrari. Auch WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli im anderen Mercedes war als Dritter nah dran.

Hainer über Klopp: "So wünsche ich mir einen Bundestrainer"

Jürgen Klopp schickt sich an, die Herzen der deutschen Fußball-Fans wieder für die tief gefallene Nationalmannschaft zu begeistern - zumindest bei Herbert Hainer hat er das offenbar bereits vor seinem ersten Länderspiel geschafft. "So aktiv wünsche ich mir einen Bundestrainer", sagte der Präsident des FC Bayern in der Bild-Zeitung über Klopps "Deutschland-Tour" zu Vereinen und Spielern.

Textgröße ändern: