Deutsche Tageszeitung - RB Leipzig in der Champions League - St. Pauli zittert

RB Leipzig in der Champions League - St. Pauli zittert


RB Leipzig in der Champions League - St. Pauli zittert
RB Leipzig in der Champions League - St. Pauli zittert / Foto: © SID

RB Leipzig hat das ersehnte Champions-League-Ticket gelöst und zugleich die Abstiegsnot des FC St. Pauli nochmals vergrößert. Die Leipziger gewannen ihr letztes Saisonheimspiel trotz einer zähen ersten Halbzeit mit 2:1 (1:0) und kehren nach einjähriger Europapokal-Abstinenz in die Königsklasse zurück.

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Die Treffer von Xaver Schlager (45.) und Willi Orban (54.) sorgten dafür, dass sich die Sachsen in der kommenden Spielzeit wieder mit den besten Teams Europas messen dürfen. Die Gäste kamen durch Abdoulie Ceesay (86.) noch einmal heran.

St. Pauli droht nach dem neunten sieglosen Spiel nacheinander mehr denn je der Sturz in die Zweitklassigkeit. Die Rettung in die Relegation ist beim Saisonfinale gegen den Abstiegs-Rivalen VfL Wolfsburg am kommenden Wochenende aber weiterhin möglich.

Vor dem Anpfiff herrschte kurzzeitig Stille in der Arena. Mit einer Schweigeminute wurde der Opfer der Amokfahrt in Leipzig vom vergangenen Montag gedacht. Die Spieler von RB liefen mit Trauerflor auf, vor der Leipzig-Kurve stand "Leipzig steht zusammen - in jeder noch so dunklen Stunde!" auf einem Banner geschrieben.

Als der Ball rollte, übernahm RB zunächst die Kontrolle, strahlte dabei aber kaum Gefahr aus. Vor den Augen von Red-Bull-Fußballboss Jürgen Klopp und Österreichs Nationalcoach Ralf Rangnick - vor zehn Jahren Leipzigs Aufstiegstrainer in die Bundesliga - fand Leipzig kaum Lücken in der Hamburger Defensive. Hohe Bälle ins letzte Drittel fanden keinen Abnehmer, die Abstimmung fehlte.

In den Zweikämpfen war Leipzig jedoch präsent. Das starke Pressing setzte St. Pauli unter Druck und ließ die Gäste offensiv lange nicht zur Entfaltung kommen. Zunehmende Ungenauigkeiten im Aufbauspiel luden St. Pauli dann aber vermehrt zu Kontern ein.

Einen Freistoß, der aus einem dieser Gegenstöße entstand, setzte Eric Smith aus 20 Metern knapp daneben (21.). Wenig später ließ St. Paulis Martijn Kaars (34.) die Führung fahrlässig liegen, als er im Strafraum freistehend nur die Latte traf. Leipzig tat sich offensiv in dieser Phase äußerst schwer. Viele Pässe landeten beim Gegner, in den Einzelaktionen liefen sich Yan Diomande und Co. fest. Die Erlösung fiel nach einer Ecke. Schlager, der RB im Sommer verlassen wird, schaltete im Strafraum am schnellsten.

RB startete dank des Treffers mit größerer Sicherheit in die zweite Halbzeit - und legte schnell nach. Erst scheiterte Assan Ouédraogo (54.) am Pfosten, dann war Abwehrchef Orban erneut nach einer Ecke per Kopf zur Stelle. Leipzig spielte auch in der Folge nach vorne. St. Pauli blieb vor allem defensiv beschäftigt, ehe Ceesays Tor für eine spannende Schlussphase sorgte.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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