Deutsche Tageszeitung - Schwergewicht: Dubois boxt sich spektakulär zurück

Schwergewicht: Dubois boxt sich spektakulär zurück


Schwergewicht: Dubois boxt sich spektakulär zurück
Schwergewicht: Dubois boxt sich spektakulär zurück / Foto: © picture-alliance/AP/SID

Der Brite Daniel Dubois hat sich zehn Monate nach seiner krachenden Niederlage gegen Schwergewichts-Dominator Alexander Usyk spektakulär auf der Box-Bühne zurückgemeldet. Der 28-Jährige besiegte in einem brutalen Kampf in Manchester seinen Landsmann Fabio Wardley (31) durch technischen K.o. in der elften Runde und entriss dem zuvor ungeschlagenen Champion den WM-Gürtel der World Boxing Organisation (WBO).

Textgröße ändern:

Für Dubois war es der 23. Sieg im 26. Profikampf, 22 Siege davon feierte er durch K.o. "Es war ein Krieg. Wir haben brenzlige Momente durchgestanden. Danke dafür, Fabio – danke", sagte Dubois bei DAZN mit großem Respekt für seinen Gegner: "Ich weiß, dass ich Herz habe – jede Menge Herz. Im Ring bin ich ein Krieger." Überwältigt fügte er hinzu: "Ich musste alles aus mir herausholen. Was für ein großartiger Kampf, was für eine gewaltige Schlacht! Aber ich bin wieder die Nummer eins."

Der Kampf der beiden K.o.-Spezialisten hatte sich schnell zu einer extrem harten Auseinandersetzung entwickelt. Dubois ging bereits nach wenigen Sekunden zu Boden, auch in der dritten Runde musste er eine schwere Rechte einstecken und sich wieder aufrappeln. Doch er kämpfte sich zurück, Wardley geriet immer stärker unter Druck und war bald blutüberströmt. Erst spät brach der Kampfrichter ab.

Dubois hatte im Juli des Vorjahres im Wembley-Stadion seinen IBF-Titel an den Ukrainer Usyk verloren. Für Wardley, der seine erste Titelverteidigung bestritt, endete der bis dahin größte Kampf seiner Karriere mit der ersten Niederlage. Eine Neuauflage ist möglich, da eine Rückkampf-Klausel im Vertrag verankert ist. Usyk hält die drei weiteren bedeutenden Titel im Schwergewichtsboxen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Wieder in fünf Sätzen: Zverev quält sich in die dritte Runde

Alexander Zverev riss sich erleichtert das verschwitzte Shirt vom Leib, dann holte er sich den spärlichen Applaus der verbliebenen New Yorker Nachtschwärmer ab. Der French-Open-Sieger hat zwei Tage nach seinem Erstrunden-Schreck auch die nächste Pflichtaufgabe bei den US Open nur mit großer Mühe gelöst. Beim 6:4, 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (3:7), 6:3 gegen den Franzosen Quentin Halys wirkte Zverev zwischenzeitlich arg verunsichert.

"Auf die Schnauze bekommen": Lys ohne Chance gegen Andrejewa

Eva Lys blickte zunehmend ratlos ihren Schlägen hinterher, die einfach zu häufig im Aus landeten - von einer Sensation war die Tennisspielerin an diesem Abend in New York ein gutes Stück entfernt. Gegen die French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa verlor Lys eine einseitige Partie mit 0:6, 2:6. Nach dem Aus von Tatjana Maria zuvor schaffte es somit keine deutsche Frau in die dritte Runde der US Open.

Lys ohne Chance gegen Andrejewa

Eva Lys blickte zunehmend ratlos ihren Schlägen hinterher, die einfach zu häufig im Aus landeten - von einer Sensation war die Tennisspielerin an diesem Abend in New York ein gutes Stück entfernt. Gegen die French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa verlor Lys eine einseitige Partie mit 0:6, 2:6. Nach dem Aus von Tatjana Maria zuvor schaffte es somit keine deutsche Frau in die dritte Runde der US Open.

Struff nach kuriosem Fünfsatz-Krimi ausgeschieden

Nach seinem Viertelfinaleinzug in Wimbledon hat Jan-Lennard Struff bei den US Open die nächste Grand-Slam-Überraschung verpasst. Der Warsteiner verlor einen kuriosen Nervenkrimi gegen den gesetzten Francisco Cerúndolo mit 7:5, 5:7, 6:4, 2:6, 3:6 und verpasste es, zum vierten Mal in die dritte Runde der US Open einzuziehen. 16 Doppelfehler wurden ihm zum Verhängnis.

Textgröße ändern: