Deutsche Tageszeitung - Disziplinarmaßnahme: Riera bestätigt Geldstrafe gegen Burkardt

Disziplinarmaßnahme: Riera bestätigt Geldstrafe gegen Burkardt


Disziplinarmaßnahme: Riera bestätigt Geldstrafe gegen Burkardt
Disziplinarmaßnahme: Riera bestätigt Geldstrafe gegen Burkardt / Foto: © picture-aliance/osnapix/SID

Eintracht Frankfurts Trainer Albert Riera hat einen disziplinarischen Vorfall mit Nationalspieler Jonathan Burkardt bestätigt und zugleich das Öffentlichwerden von internen Informationen harsch kritisiert. "Wissen Sie auch, was ich heute zum Frühstück hatte? Haben Sie da auch Informationen?", fragte der Spanier die Medienvertreter: "Wir lachen jetzt, aber das ist ein großes Problem in einem Verein. Diese interne Disziplin muss unter uns bleiben. So wie es in jeder Firma der Fall ist."

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Die Bild hatte am Freitagmorgen berichtet, dass Burkardt nach seinem Anschlusstreffer beim 2:3 bei Borussia Dortmund in der Vorwoche eine Beschimpfung in Richtung Riera gerufen habe. Der Trainer habe ihn deshalb vor versammelter Mannschaft zur Rede gestellt und mit einer Geldstrafe von 20.000 Euro belegt. Sportlich hat Burkardts Ausraster erstmal keine Konsequenzen, laut Riera werde der Angreifer am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den VfB Stuttgart im Kader stehen.

"Er hat etwas gemacht, was intern disziplinarisch bestraft werden musste", erklärte der Trainer auf der Pressekonferenz am Freitag: "Ich habe das der Gruppe normal gesagt und er hat es akzeptiert und sich entschuldigt. Das ist für mich das Wichtigste. Aber man muss ihn bestrafen. Weil man lernt es, wenn man einem an den Geldbeutel geht." Es sei "ein normaler interner disziplinarischer Vorgang gewesen, der normal unter uns bleiben muss".

Die Medien "sollten das nicht wissen", betonte Riera: "Vor einigen Wochen habe ich schon gefragt, ob wir hier eine Bar oder ein Zirkus sein wollen. Ob ihr das wirklich für euren Klub wollt. Es ist sehr traurig für mich." Er sehe den Burkardt-Vorfall als "normales Vorkommnis". Aber dass derartige Informationen in die Öffentlichkeit geraten, sei eben "nicht normal", so der 44-Jährige: "Das macht mich nicht persönlich traurig. Das ist vielmehr traurig für den Klub."

Die Gerüchte um seine eigene Entlassung nach Saisonende blende er derweil aus. "Ich habe daran noch nicht eine halbe Sekunde gedacht. Das sind eure Sorgen, meine sind nur Stuttgart morgen", sagte Riera: "Es geht mir nur um die drei Punkte. Danach habe ich einen fantastischen Sommer vor mir. Warten - wahrscheinlich auf Mallorca."

Die Kritik von Lothar Matthäus, dass die Eintracht im letzten Saisonspiel im Kampf um die Conference League auch einen Amateurtrainer statt Riera auf die Bank setzen könne, konterte Riera trocken. "Er kann hier auf meinen Sitz kommen und es selber machen", sagte der Spanier: "Es kann jeder kommen, meinen Platz übernehmen und es besser machen."

(V.Sørensen--DTZ)

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