Deutsche Tageszeitung - Nagelsmann lässt Neuer-Rückkehr offen

Nagelsmann lässt Neuer-Rückkehr offen


Nagelsmann lässt Neuer-Rückkehr offen
Nagelsmann lässt Neuer-Rückkehr offen / Foto: © SID

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat eine Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nicht mehr ausgeschlossen, wird eine endgültige Entscheidung aber erst bei der offiziellen Nominierung am Donnerstag verkünden. "Ich halte an meiner Eingangsthese fest, dass ich zuerst das Gespräch mit den Spielern suche. Es wird immer zuerst der Spieler kontaktiert, das hat noch nicht stattgefunden", sagte Nagelsmann am Samstagabend im ZDF-Sportstudio.

Textgröße ändern:

Zuvor hatte Sky berichtet, dass Neuer nach seinem Rücktritt nach der Heim-EM 2024 sein Comeback in der DFB-Auswahl geben wird. Darauf hätten sich Neuer, Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler verständigt. "Es gibt einen Tag X, wo die Nominierung stattfindet. Wenn ich anfange, nur weil ich mich getrieben fühle und Deutschland über gewisse Themen diskutiert, Dinge vorwegzunehmen und zu verkünden, dann bewerte ich nicht alles, was ich sehe", sagte Nagelsmann und betonte, dass "jeder Spieler das Recht habe, die Information von mir zu bekommen. Ich bin weit davon weg, mich treiben zu lassen."

Wenn Neuer zurückkehrt, wäre es ein harter Schlag für Oliver Baumann. Nagelsmann hatte zuletzt immer wieder betont, dass der Hoffenheimer nach der Verletzung von Marc-André ter Stegen seine Nummer eins sei. Davon geht Baumann auch weiterhin aus. "Das ist mein Stand, ich habe keine andere Info", sagte Baumann in der ARD nach dem 0:4 bei Borussia Mönchengladbach am Samstag.

Nagelsmann wird seinen 26er-Kader am Donnerstag auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main bekannt geben. Bis dahin werde er "62 Telefonate" führen. Möglicherweise will er auch das Ergebnis der MRT-Untersuchung bei Neuer abwarten. Der Münchner musste beim 5:1 gegen den 1. FC Köln in der zweiten Halbzeit mit Wadenproblemen ausgewechselt werden.

Neuer war nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien und 124 Länderspielen aus der DFB-Auswahl zurückgetreten. Er würde beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) seine fünfte WM spielen. Neuer wurde 2014 mit Deutschland in Brasilien Weltmeister, 2018 in Russland und 2022 in Katar erlebte der Schlussmann des FC Bayern aber mit dem jeweiligen Vorrunden-Aus auch zwei riesige Enttäuschungen. Am Freitag hatte Neuer seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis 2027 verlängert.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

BBL: Bayern legt im Finale vor

Der FC Bayern hat im Finale der Basketball Bundesliga (BBL) gegen Alba Berlin vorgelegt und bleibt in den Playoffs ungeschlagen. Bei der Abschiedsvorstellung von Trainer Svetislav Pesic setzten sich die Münchner vor eigenem Publikum, zu dem auch der verletzte Fußball-Nationalspieler Lennart Karl gehörte, im Klassiker mit 102:94 (58:55) durch. Zwei weitere Siege sind für die erfolgreiche Titelverteidigung nötig. Den Bayern winkt der erste "Threepeat" der Klubgeschichte, schon 2024 war der Titel an den siebenmaligen Meister gegangen.

Ghanas Partey wird Einreise nach Kanada verwehrt

Dem ghanaischen Fußball-Nationalspieler Thomas Partey ist vor dem WM-Spiel gegen Panama in Toronto die Einreise nach Kanada verweigert worden. Das bestätigte der Weltverband FIFA am Freitag. Hintergrund ist offenbar, dass der Mittelfeldspieler des FC Villarreal im Juli 2025 in London wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt worden war. Partey bestreitet die Vorwürfe.

Klose sicher: Mein Torrekord fällt

WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose geht fest davon aus, dass seine Bestmarke bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada geknackt werden wird. "Ich rechne damit, dass mein Rekord in diesem Turnier fällt", sagte der Weltmeister von 2014 der Süddeutschen Zeitung.

Monaco-Podium: Mercedes, Red Bull und McLaren unzufrieden

Das Ringen um das Podium von Monaco ist in der Formel 1 wohl noch nicht beendet. Fünf Tage nach dem Rennen im Fürstentum gab der Automobil-Weltverband FIA am Freitag zunächst einem Einspruch des Alpine-Teams statt und sprach Pierre Gasly damit nachträglich den dritten Platz zu. Wenig später erwog die Konkurrenz aber ebenfalls, aktiv zu werden.

Textgröße ändern: