Deutsche Tageszeitung - Tränen und ein Doppelpack: Emotionaler Popp-Abschied beim VfL

Tränen und ein Doppelpack: Emotionaler Popp-Abschied beim VfL


Tränen und ein Doppelpack: Emotionaler Popp-Abschied beim VfL
Tränen und ein Doppelpack: Emotionaler Popp-Abschied beim VfL / Foto: © picture alliance/dpa/SID

Mit Tränen in den Augen ging Alexandra Popp schweren Herzens Richtung Seitenlinie, Mitspielerinnen wie Gegnerinnen standen Spalier und zollten der Vereinsikone des VfL Wolfsburg Respekt. Die 35-Jährige atmete vor ihrem letzten Schritt noch einmal tief durch - dann verließ die langjährige Leistungsträgerin unter tosendem Applaus in der 58. Minute endgültig den Platz.

Textgröße ändern:

Ihren letzten, emotionalen Auftritt im VfL-Trikot krönte Popp beim 3:1 (2:0) gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag in der VW Arena vor 7268 Zuschauenden mit einem Doppelpack. In der 13. Minute köpfte sie die Wolfsburgerinnen beim Saisonfinale in Führung und erhöhte noch vor der Pause per Freistoß (40.), ehe Lineth Beerensteyn für sie ins Spiel kam.

Bei ihrer Auswechslung applaudierte Popp Richtung Fans, umarmte Svenja Huth unter Tränen und übergab die Kapitänsbinde an ihre langjährige Weggefährtin. Auf der Bank bekam Popp wenige Minuten später ein Bier zur Feier des Tages gereicht, von dort aus verfolgte sie den Treffer der Nürnbergerin Lourdes Romero (75.) und das Tor ihrer Teamkollegin Janou Levels (78.).

In Wolfsburg endete mit dem Abschied Popps eine Ära. Nach 14 Jahren im VfL-Trikot zieht es die frühere DFB-Kapitänin zu ihrem Herzensverein Borussia Dortmund, der derzeit in der Regionalliga West spielt. Popp verlässt Wolfsburg mit zwei Champions-League-Titeln, sieben Meisterschaften und elf Pokaltriumphen.

Vor der Partie hatten die zahlreichen Fans die Stürmerin mit einer riesigen Choreo geehrt. Als überlebensgroße Figur war Popp dort mit dem DFB-Pokal abgebildet, auf Bannern war das Wort "Fußballgöttin" zu lesen. Bei der offiziellen Verabschiedung vor Spielbeginn durch die Vereinsverantwortlichen um den ebenfalls scheidenden Sportdirektor Ralf Kellermann hatte Popp bereits mit den Tränen gekämpft. Schon drei Tage zuvor war sie auf ihrer Abschiedstour nach dem DFB-Pokal-Finale gegen Bayern München (0:4) von ihren Gefühlen überwältigt worden.

Neben Popp wurden unter anderem auch Beerensteyn, Nationalspielerin Vivien Endemann (FC Liverpool) und Sportdirektor Kellermann, der ebenfalls zum BVB geht, verabschiedet.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Gilgeous-Alexander erneut NBA-MVP

Der kanadische Basketballstar Shai Gilgeous-Alexander ist erneut zum wertvollsten Spieler (MVP) der NBA gewählt worden. Der Ausnahmekünstler des Meisters Oklahoma City Thunder ist der fünfte aktive und 14. Profi insgesamt, der die Trophäe mindestens zweimal nacheinander erhält. "SGA" setzte sich bei der Vergabe der Michael Jordan Trophy gegen Nikola Jokic (Denver Nuggets) und Victor Wembanyama (San Antonio Spurs) durch.

Medien: Union Berlin will Schweizer Meistertrainer

Fußball-Bundesligist Union Berlin hat seinen Wunschtrainer offenbar gefunden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wollen die Köpenicker den Schweizer Meistercoach Mauro Lustrinelli vom FC Thun in die Hauptstadt holen. Die Gespräche mit dem 50-Jährigen seien bereits "weit fortgeschritten", heißt es etwa im kicker und bei Sky, laut Bild sei Union im Poker um den Trainer "in der Pole Position".

Sensation knapp verpasst: Schmid schnuppert am Major-Sieg

Der deutsche Golfprofi Matti Schmid hat bei der PGA Championship den möglichen ganz großen Coup verpasst. Der 28-Jährige aus Herzogenaurach fiel auf der Schlussrunde des Turniers im Aronimink Golf Club bei Philadelphia noch vom zweiten auf den vierten Platz zurück und vergab damit die Chance auf den ersten deutschen Majorsieg seit Martin Kaymer 2014 bei den US Open.

WM-Fehlstart: Kreis "genauso frustriert" wie die Mannschaft

Nach dem kapitalen Fehlstart in die Eishockey-WM saß die Enttäuschung tief. "Genauso frustriert wie ich hier stehe, sitzt die Mannschaft in der Kabine", sagte Bundestrainer Harold Kreis nach der ernüchternden 0:2-Pleite gegen Lettland. Die Bilanz nach den ersten beiden Spielen in Zürich ist niederschmetternd: null Punkte, ein Tor in 120 Minuten, drei Gegentore in vier Unterzahlsituationen, kein einziger Powerplay-Treffer.

Textgröße ändern: