Deutsche Tageszeitung - "Besseres Produkt": Weniger Elektro macht Verstappen froh

"Besseres Produkt": Weniger Elektro macht Verstappen froh


"Besseres Produkt": Weniger Elektro macht Verstappen froh
"Besseres Produkt": Weniger Elektro macht Verstappen froh / Foto: © SID/AFP

Max Verstappen kann sich angesichts der geplanten Rolle rückwärts beim Elektroantrieb einen Verbleib in der Formel 1 wieder deutlich besser vorstellen. "Ja, definitiv", sagte er im Vorfeld des Großen Preises von Kanada: "Ich habe immer gesagt, dass es mir nicht darum geht, ob ich selbst ein gutes Auto habe. Ich will, dass die Formel 1 ein gutes Produkt ist. Und das wird mit Sicherheit das Produkt verbessern."

Textgröße ändern:

Zur laufenden Saison hatte die Formel 1 ein revolutionäres Antriebskonzept eingeführt, in dem der Elektroanteil im Hybridmotor beinahe 50 Prozent betrug. Nach anhaltender Kritik auch von den Fahrern soll das Konzept nun für die Saison 2027 überarbeitet werden, der Verbrenner soll dann etwa 60 Prozent der Gesamtleistung liefern.

"Das geht definitiv in eine positive Richtung", sagte Verstappen: "Das war das Minimum, auf das ich gehofft hatte, und es ist schön, dass sie das jetzt machen möchten. Ich denke, dass es das ist, was der Sport braucht."

Vor dem Grand Prix in Montréal (Sonntag, 22.00 Uhr MESZ/Sky) äußerten sich einige Fahrer wohlwollend, es gab allerdings auch andere Töne. Fernando Alonso, mit Unterbrechungen seit 2001 in der Formel 1, sieht das grundsätzliche Problem schon in der Einführung der Hybridantriebe im Jahr 2014.

"Leider haben wir diese Phase, in der wir ein Jahrzehnt - oder mehr - echten Rennsport verloren haben", sagte der Spanier. "Die DNA dieser Antriebseinheiten wird immer gleich bleiben, sie wird immer belohnen, wenn man in den Kurven langsam fährt", sagte Alonso mit Blick auf die geplanten Änderungen: "Also glaube ich nicht, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist."

"Warten" sei daher angesagt, findet der 44-Jährige: Auf den nächsten Reglementzyklus. Nicht nur FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem kündigte für 2030 oder 2031 bereits eine Rückkehr zu V8-Motoren an. Allerdings würden wohl auch diese noch nicht näher definierten Antriebe nicht ganz ohne Elektroanteil auskommen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

CL: Wolfsburg und Frankfurt scheitern dramatisch

Der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt haben den Einzug in die Ligaphase der Champions League auf dramatische Weise verpasst. Während die Wölfinnen nach dem 4:5 im Elfmeterschießen (1:3 n.V.) bei Inter Mailand scheiterten, bedeutete das 1:5 (0:1, 1:1) der Hessinnen nach Verlängerung bei Paris Saint-Germain ebenfalls das Aus. Als Trostpflaster bleibt beiden Teams der "Abstieg" in den zweitklassigen Europa Cup.

Nach Krösche-Gerüchten: Frankfurt betont "Geschlossenheit"

Alles wie gehabt bei Eintracht Frankfurt? Der große Knall ist bei der Aufsichtsratssitzung des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch jedenfalls ausgeblieben, Markus Krösche bekleidet weiter das Amt des Sportvorstandes. "Veränderungen in der Vorstandsstruktur oder sonstige Personalthemen waren nicht Gegenstand der Sitzung", teilte die Eintracht mit.

Basketball: Nyara Sabally im deutschen WM-Kader

Gute Nachricht für die deutschen Basketballerinnen: WNBA-Profi Nyara Sabally steht im Kader für die anstehende Heim-WM in Berlin. Die 26-Jährige, die zuletzt von einer Wadenverletzung geplagt war, wurde am Mittwoch von Bundestrainer Olaf Lange in das zwölfköpfige Aufgebot für das Turnier (4. bis 13. September) berufen. Als letzte Spielerin wurde Patricia Broßmann aus dem Kader gestrichen.

Medien: DFB will Kompass-Modell durchsetzen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Regionalliga-Reform offenbar zur Chefsache erklärt. Wie Bild und kicker am Mittwoch berichteten, will der Dachverband auf seinem im Herbst stattfindenden Bundestag das Kompass-Modell beschließen und damit die festgefahrene Causa klären. Auf SID-Anfrage erklärte der DFB, man strebe eine "zeitnahe Lösung des Problems" an, zunächst werde Präsident Bernd Neuendorf aber "interne Gespräche" führen.

Textgröße ändern: