Deutsche Tageszeitung - "Am liebsten mit Tennis aufhören": Sabalenka scheitert in Paris

"Am liebsten mit Tennis aufhören": Sabalenka scheitert in Paris


"Am liebsten mit Tennis aufhören": Sabalenka scheitert in Paris
"Am liebsten mit Tennis aufhören": Sabalenka scheitert in Paris / Foto: © SID

Die Nummer eins der Welt ist raus: Für Aryna Sabalenka geht das Warten auf den ersten Triumph bei den French Open weiter. Die viermalige Major-Siegerin verlor am Mittwoch nach einem spektakulären Leistungseinbruch überraschend 6:3, 5:7, 0:6 gegen die Russin Diana Schnaider. Neben ihrem 400. Sieg auf Tourlevel verpasste die Belarussin auch ihr siebtes Halbfinale in Serie bei einem Grand Slam.

Textgröße ändern:

"Keine Gedanken, keine Gefühle. Ich möchte am liebsten sofort mit dem Tennis aufhören", sagte Sabalenka tief enttäuscht: "Aber wir werden in ein paar Tagen sehen. Hoffentlich finde ich mental wieder zurück in die Spur."

Sabalenka, die im Vorjahr das Finale in Paris gegen die US-Amerikanerin Coco Gauff verloren hatte, dominierte zunächst und lag schnell 5:1 im ersten Satz vorne. Doch bei windigen Bedingungen auf dem Court Philippe-Chatrier, immer wieder wurde der Sand aufgewirbelt, streuten sich immer mehr Fehler in das Spiel der Favoritin ein. Dennoch sicherte sie sich den ersten Durchgang.

Sabalenka haderte aber nun immer häufiger, die Selbstverständlichkeit war weg - und Schnaider drehte auf. Die Russin stemmte sich gegen die drohende Niederlage und erzwang den Entscheidungssatz. Dort zog sie Sabalenka, die nun völlig von der Rolle war und sichtbar am Rande der Verzweiflung stand, endgültig den Zahn und gewann nach 2:12 Stunden Spielzeit.

"Ich bin sprachlos, sehr glücklich. Ich war sehr nervös", sagte Schnaider: "Es ist ein sehr besonderer Sieg."

Schnaider, die vom deutschen Trainer Sascha Bajin betreut wird, zog damit erstmals bei einem Grand Slam in ein Halbfinale ein. Dort wartet am Donnerstag nun die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska, die zuvor ihren sensationellen Lauf durch den 7:6 (7:3), 6:3-Viertelfinalerfolg gegen die Russin Anna Kalinskaja fortgesetzt hatte.

Die 24-Jährige stellte damit das beste Ergebnis einer Qualifikantin seit Beginn des Profitennis 1968 ein, zuletzt hatte die Argentinierin Nadia Podoroska das Kunststück im Jahr 2020 geschafft. "Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was gerade passiert", sagte Chwalinska ungläubig: "Jedes einzelne Spiel hier ist irgendwie verrückt für mich. Ich bin sehr dankbar."

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

BBL: Bayern legt im Finale vor

Der FC Bayern hat im Finale der Basketball Bundesliga (BBL) gegen Alba Berlin vorgelegt und bleibt in den Playoffs ungeschlagen. Bei der Abschiedsvorstellung von Trainer Svetislav Pesic setzten sich die Münchner vor eigenem Publikum, zu dem auch der verletzte Fußball-Nationalspieler Lennart Karl gehörte, im Klassiker mit 102:94 (58:55) durch. Zwei weitere Siege sind für die erfolgreiche Titelverteidigung nötig. Den Bayern winkt der erste "Threepeat" der Klubgeschichte, schon 2024 war der Titel an den siebenmaligen Meister gegangen.

Ghanas Partey wird Einreise nach Kanada verwehrt

Dem ghanaischen Fußball-Nationalspieler Thomas Partey ist vor dem WM-Spiel gegen Panama in Toronto die Einreise nach Kanada verweigert worden. Das bestätigte der Weltverband FIFA am Freitag. Hintergrund ist offenbar, dass der Mittelfeldspieler des FC Villarreal im Juli 2025 in London wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt worden war. Partey bestreitet die Vorwürfe.

Klose sicher: Mein Torrekord fällt

WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose geht fest davon aus, dass seine Bestmarke bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada geknackt werden wird. "Ich rechne damit, dass mein Rekord in diesem Turnier fällt", sagte der Weltmeister von 2014 der Süddeutschen Zeitung.

Monaco-Podium: Mercedes, Red Bull und McLaren unzufrieden

Das Ringen um das Podium von Monaco ist in der Formel 1 wohl noch nicht beendet. Fünf Tage nach dem Rennen im Fürstentum gab der Automobil-Weltverband FIA am Freitag zunächst einem Einspruch des Alpine-Teams statt und sprach Pierre Gasly damit nachträglich den dritten Platz zu. Wenig später erwog die Konkurrenz aber ebenfalls, aktiv zu werden.

Textgröße ändern: