Deutsche Tageszeitung - Zverev kämpft in der Hitze - und verliert

Zverev kämpft in der Hitze - und verliert


Zverev kämpft in der Hitze - und verliert
Zverev kämpft in der Hitze - und verliert / Foto: © SID

Unter großen körperlichen Problemen ist French-Open-Champion Alexander Zverev im Halbfinale des Tennisturniers von Halle/Westfalen ausgeschieden. Nach 2:40 Stunden musste der sichtlich geschwächte deutsche Tokio-Olympiasieger am Samstag seinem Angstgegner Taylor Fritz gratulieren: Der Amerikaner gewann 6:7 (4:7), 6:4, 7:5 und hat gegen Zverev nun eine Siegesserie von sieben Matches. Im Finale trifft er entweder auf Daniel Altmaier (Kempen) oder seinen Landsmann Frances Tiafoe.

Textgröße ändern:

Im Duell mit Fritz, gegen den seine Pleitenserie 2024 im Achtelfinale von Wimbledon begonnen hatte, begann Zverev stark und hatte sofort Zugriff auf den Aufschlag des US-Amerikaners. Bereits das Service zum 2:1 nahm Zverev dem Wimbledon-Halbfinalisten von 2025 ab, sein Return funktionierte in der frühen Matchphase einwandfrei.

Dann wackelte Zverev, der in den vergangenen Runden so stark serviert hatte, selbst beim Aufschlag - er kassierte das Rebreak zum 3:3. 13 Punkte in Serie machte Fritz in dieser Phase bei Bullenhitze, Zverev drohte das Match zu entgleiten. Er nahm bei 3:4 und Einstand eine Behandlungspause und verließ unter Applaus den Platz, es schien ein Abbruch zu drohen.

Zverev kehrte aber zurück, spielte weiter und beendete den Tiebreak mit einem krachenden Aufschlag. Die Zuschauer jubelten. Zverev suchte an der Bande das Gespräch mit seinem Vater, die Probleme nahmen zu: Er suchte den schnellen Schuss und fand bei Aufschlagspielen von Fritz kaum noch statt. Das Break zum 4:5 für den Amerikaner war entscheidend für den zweiten Satz.

Zverev aber gab immer noch nicht auf. Nach zehn Minuten Hitzepause begann er damit, sich auch noch durch den dritten Satz zu quälen. Zunächst mit Erfolg, er blieb beim Aufschlag nahezu fehlerfrei - bis zum entscheidenden Break bei 4:4.

Aus dem dritten Finaleinzug in Halle wurde nichts, auch der erste Titel auf Rasen muss weiter warten. Am 29. Juni beginnt der Grand Slam in Wimbledon.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Bundesliga-Start: Klopp sieht standesgemäßen Bayern-Sieg

Titelverteidiger FC Bayern hat die 64. Bundesliga-Saison trotz kleinerer Wackler mit einem standesgemäßen Sieg eröffnet. Der Double-Gewinner bezwang den lange aufmüpfigen VfB Stuttgart vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp im strömenden Regen von München mit 5:1 (1:0). Damit steigerte der deutsche Rekordmeister seine Liga-Bestmarke auf jetzt 15 Auftaktspiele ohne Niederlage.

Gold zum Greifen nah: Hockey-Männer erneut im WM-Finale

Die deutschen Hockey-Männer können bei der WM weiter von einer erfolgreichen Titelverteidigung träumen. Die Mannschaft von Bundestrainer André Henning zog mit einem 2:1 (0:0) gegen Argentinien am Freitagabend im belgischen Wavre in das Finale ein - und greift damit etwas mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Coup von 2023 erneut nach Gold.

Wieder ein Münchner: Upamecano schießt erstes Tor der Saison

Dayot Upamecano hat das erste Tor der Bundesliga-Saison 2026/27 geschossen. Der Franzose traf in der 21. Minute zur 1:0-Führung des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart. In der 64. Spielzeit der Liga-Historie stellten die Bayern schon zum 20. Mal den ersten Torschützen der Saison. Seit Einführung des Eröffnungsspiels im Jahr 2002 trugen sogar 17 der 25 ersten Torschützen das Münchner Trikot.

Klopp plant offenbar mit VfB-Stürmer Pejcinovic

Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp hat offensichtlich Pläne mit dem neuen Stuttgarter Torjäger Dzenan Pejcinovic. "Er weiß das jetzt, weil ich gesagt habe: Wenn ich Montag in Stuttgart bin, treffen wir uns", sagte Klopp vor dem Bundesliga-Auftaktspiel zwischen dem FC Bayern und dem VfB am Freitagabend bei Sat.1. Pejcinovic hat alle U-Mannschaften des DFB durchlaufen und zuletzt sieben Spiele in der U21 bestritten.

Textgröße ändern: