Deutsche Tageszeitung - Curacao erkämpft Remis gegen Ecuador - DFB-Elf Gruppensieger

Curacao erkämpft Remis gegen Ecuador - DFB-Elf Gruppensieger


Curacao erkämpft Remis gegen Ecuador - DFB-Elf Gruppensieger
Curacao erkämpft Remis gegen Ecuador - DFB-Elf Gruppensieger / Foto: © SID

Debütant Curacao hat sich mit viel Herz und mutigem Offensivdrang den ersten Punkt seiner WM-Geschichte erkämpft und der DFB-Elf den vorzeitigen Gruppensieg beschert. Die Mannschaft von Nationaltrainer Dick Advocaat kam in Kansas City zu einem nicht unverdienten 0:0 gegen den nächsten deutschen Gegner Ecuador. Knapp eine Woche nach der Pleite gegen Deutschland (1:7) fügte Curacao auch dank seines herausragenden Torhüters Eloy Room seinem Fußball-Märchen eine Erfolgsgeschichte hinzu.

Textgröße ändern:

Curacao kann bei seiner historischen ersten WM im Spiel gegen die Elfenbeinküste sogar noch auf den zweiten Platz springen. Ecuador hatte in der WM-Qualifikation vor allem defensiv überzeugt, im zweiten WM-Spiel tat sich das Team von Nationaltrainer Sebastián Beccacece offensiv aber erneut schwer.

Ecuador begann stürmisch und kam dem ersten Turniertor sofort nah. Kapitän Enner Valencia lief nach einem starken Zuspiel aus der eigenen Hälfte allein auf Room zu, scheiterte aber am starken Reflex des routinierten Schlussmanns. Der Außenseiter versteckte sich seinerseits nicht, stieß in der munteren Anfangsphase immer wieder mit Tempo ins letzte Drittel, agierte im Abschluss aber zu ungenau.

Die offensive Ausrichtung Curacaos bot "La Tri" Räume, zudem zwangen die Südamerikaner den Gegner mit frühem Pressing zu Fehlern - und kamen so zu Chancen. Pedro Vite (14.) scheiterte aus spitzem Winkel, Valencia zielte nach einer Hereingabe des Ex-Leverkuseners Piero Hincapié (20.) zu zentral. Auch der wuchtige Abschluss von Gonzalo Plata (28.) war für Room kein Problem. Curacao zog sich vor der Halbzeit mit zwei dichten Defensivreihen etwas zurück. Ecuador fehlten die Ideen. Der Schuss des gebürtigen Hamburgers John Yeboah (42.) war zu unplatziert.

Auch nach dem Seitenwechsel machte Ecuador aus der größeren individuellen Klasse zu wenig. Spielerisch fand der Favorit selten ein Durchkommen, häufige Distanzschüsse waren Ausdruck zunehmender Ratlosigkeit. Gefahr entstand nach Standards, Plata (59.) scheiterte per Kopf am starken Room. Curacao setzte auf Konter und näherte sich einer Sensation, bei einer Dreifachchance (60.) kam Ecuadors Torhüter Hernán Galíndez in höchste Bedrängnis. Die größeren Chancen hatte in der Summe dennoch Ecuador. Curacao-Schlussmann Room wuchs dabei über sich hinaus, auch in der Schlussphase parierte er ein ums andere Mal. Ecuadors Angelo Preciado traf dazu die Latte (90.).

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Kerber glaubt an Zverev: "Wenn er weiter so gut spielt..."

Angelique Kerber traut Alexander Zverev nach dem French-Open-Triumph weitere Grand-Slam-Titel zu - und auch die Spitze der Weltrangliste. "Die Nummer eins wird man, wenn man ein Jahr konstant gut spielt. Das hat er bisher. Wenn er weiter so gut spielt, kommt die Nummer eins von allein", sagte die 38-Jährige am Rande ihres Abschiedsspiels in Bad Homburg.

WM: DFB-Team vorzeitig Gruppensieger

Die deutsche Nationalmannschaft steht bei der Fußball-WM vorzeitig als Gruppensieger fest und bestreitet ihr Sechzehntelfinale am 29. Juni in Foxborough bei Boston. Durch das 0:0 zwischen Außenseiter Curacao und Ecuador am Samstagabend (Ortszeit) kann die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann in Gruppe E nicht mehr von Platz eins verdrängt werden. Nach dem Auftaktsieg gegen Curacao (7:1) hatte das DFB-Team auch sein zweites Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) dank Super-Joker Deniz Undav mit 2:1 gewonnen.

Sorgen um Schlotterbeck: "Es sieht nicht gut aus"

Nationalspieler Nico Schlotterbeck droht bei der Fußball-WM eine längere Pause. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund habe "irgendwas am Innenband, er muss morgen ins MRT. Es sieht auf jeden Fall nicht ganz so gut aus - leider", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem 2:1 (0:1)-Sieg gegen die Elfenbeinküste im ZDF. Eine Untersuchung am Sonntag soll genaueren Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben, MagentaTV berichtete vom Verdacht auf einen Innenbandriss.

Undav von Beginn an? "Nicht ausgeschlossen"

Drei Tore und zwei Vorlagen in 56 Minuten - einen besseren Joker als Deniz Undav hat die Fußball-WM selten gesehen. Bleibt der Matchwinner nach seinem Doppelpack gegen die Elfenbeinküste (2:1) also in seiner Rolle als Einwechselspieler verhaftet? "Das ist doch top für ihn gerade", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde bei MagentaTV, "viel mehr Entscheider als er kann man nicht sein."

Textgröße ändern: