Deutsche Tageszeitung - Rückkehrer Yamal glänzt: Spanien überrollt Saudi-Arabien

Rückkehrer Yamal glänzt: Spanien überrollt Saudi-Arabien


Rückkehrer Yamal glänzt: Spanien überrollt Saudi-Arabien
Rückkehrer Yamal glänzt: Spanien überrollt Saudi-Arabien / Foto: © SID

Lamine Yamal zauberte, er glänzte - er traf. Angeführt von ihrem Superstar haben Spaniens Ballkünstler den WM-Fehlstart vergessen gemacht. Der Europameister feierte am Sonntag in Atlanta ein fulminantes 4:0 (3:0) gegen Saudi-Arabien und beschenkte Nationaltrainer Luis de la Fuente am 65. Geburtstag nach der peinlichen Nullnummer gegen Kap Verde zum Auftakt mit dem ersten Turniersieg, der einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde bedeutete.

Textgröße ändern:

Nach Tagen voller Zweifel und Kritik gaben die Spanier die passende Antwort. Von der ersten Minute an überrollten sie ihren hilflosen Gegner und zeigten eindrucksvoll, dass sie ein ganz heißer Anwärter auf den WM-Thron sind. Yamal (10.), dessen Rückkehr in die Startelf herbeigesehnt wurde, und der beim Auftakt noch so glücklose Mikel Oyarzabal (21., 24.) sorgten bereits früh für klare Verhältnisse.

Auch ohne Yamal, der nach der ersten Halbzeit ausgewechselt wurde, hatten die Spanier das Spiel fest im Griff. Marc Cucurella erzwang ein Eigentor von Hassan Al-Tambakti (49.).

Spielt er von Beginn an - oder reicht es wieder nur für eine Einwechslung? Die Fitness des gerade erst von einer Oberschenkelverletzung genesenen Yamal war das große Thema bei den Spaniern - und der 18-Jährige, der erstmals seit April wieder in der Startelf stand, zerstreute von Beginn an jegliche Zweifel.

Schon in der ersten Minute narrte er mehrere Gegenspieler mit einem überragenden Dribbling, seine Hereingabe konnte Saudi-Arabien mit einiger Mühe verteidigen. Doch Entlastung fanden die Außenseiter, die zum Auftakt immerhin ein 1:1 gegen Uruguay geholt hatten, zu keiner Minute. Angriff um Angriff rollte in Richtung ihres Tores, gegen die Künstler Yamal, Dani Olmo und Oyarzabal fanden sie kein Mittel.

Yamal erlöste die Spanier dann mit dem 1:0: Er drückte eine scharfe Hereingabe über die Linie, danach folgten zwei schnelle Treffer von Oyarzabal. Auch die obligatorische Trinkpause änderte an der Dynamik des Spiels nichts. Spanien dominierte. Einen Schuss Cucurellas parierte Saudi-Keeper Mohammed Al-Owais, der Ball prallte jedoch letztlich von Al-Tambaktis Knie ins Tor.

Im abschließenden Spiel der Gruppe H gegen Uruguay am Samstag (2.00 Uhr MESZ) wird Spanien mehr gefordert sein. Saudi-Arabien, das sich noch in der Nacht zu Samstag mit Kap Verde misst, war letztlich kein Prüfstein.

So konnte de la Fuente, unter dessen Leitung die Spanier nun 32 Spiele nacheinander nicht verloren haben, Yamal direkt wieder schonen. Auch Oyarzabal nahm der Coach vom Feld, später durfte auch Nico Williams etwas Spielpraxis sammeln. An der Dominanz änderten die Wechsel nichts: Spanien ließ bis zum Schluss keine Großchance zu.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Uli Hoeneß vergleicht Michael Olise mit Arjen Robben

Michael Olise gilt als einer der wichtigsten Akteure im Kader des FC Bayern München. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hebt dessen technische Fähigkeiten hervor und stellt ihn sogar in einen direkten Vergleich mit dem früheren Weltstar Arjen Robben, wobei er Olise eine noch höhere Präzision beim Schuss attestiert.

Vuelta: Trauernde Norweger mit Doppelsieg

Norwegens Radprofis haben am Todestag ihres Königs Harald einen emotionalen Doppelsieg bei der Spanien-Rundfahrt gefeiert. Mit Trauerflor am Arm gewann Anders Leknessund die erste Bergankunft der 81. Vuelta als Ausreißer vor seinem Landsmann Tobias Halland Johannessen, beide fahren für das norwegische Team Uno-X Mobility. Superstar Tadej Pogacar baute seinen Vorsprung an der Spitze des Gesamtklassements auf der siebten Etappe weiter aus.

Kaum Perspektiven für Andrich: "Kein neuer Stand"

Trotz des Abschieds von Exequiel Palacios hat sich die Perspektive von Robert Andrich bei Bayer Leverkusen nicht verändert. "Es gibt keinen neuen Stand", sagte Trainer Carles Martínez vor dem Bundesliga-Auftakt bei der SV Elversberg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky). Seine "Wahrnehmung" sei "die gleiche" wie eine Woche zuvor, betonte der Spanier.

Keine Perspektive für Andrich: "Rede nicht mit ihm"

Trotz des Abschieds von Exequiel Palacios hat sich die Perspektive von Robert Andrich bei Bayer Leverkusen nicht verbessert. "Ehrlich gesagt rede ich nicht mit ihm, die Situation mit Andrich ist unverändert", sagte Trainer Carles Martínez vor dem Bundesliga-Auftakt bei der SV Elversberg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky). Seine "Wahrnehmung" sei "die gleiche" wie zuvor, betonte der Spanier.

Textgröße ändern: