Deutsche Tageszeitung - Medien: WM-Aus für Schlotterbeck

Medien: WM-Aus für Schlotterbeck


Medien: WM-Aus für Schlotterbeck
Medien: WM-Aus für Schlotterbeck / Foto: © SID

Bittere Diagnose für Nico Schlotterbeck und die deutsche Nationalmannschaft: Der Innenverteidiger hat im WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) allem Anschein nach einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk erlitten und fällt für den Rest des Turniers aus. Das berichteten die Bild und Sky am Montag, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte dies nach medizinischen Untersuchungen bislang nicht.

Textgröße ändern:

"Es sieht auf jeden Fall nicht ganz so gut aus - leider", hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann schon nach dem Spiel gesagt. Schlotterbeck war am Samstag zur Pause ausgewechselt worden. Der 26-Jährige hatte sich in einem Zweikampf mit Amad Diallo verletzt. Laut der Medienberichte muss Schlotterbeck bis zu acht Wochen pausieren.

Für den Dortmunder kam Antonio Rüdiger. Der frühere Abwehrchef von Real Madrid hatte sich auf eine WM in der zweiten Reihe eingestellt, rückt jetzt aber wohl ins Zentrum neben Jonathan Tah.

Schlotterbeck ist schon der dritte Spieler, der dem Bundestrainer bei der Endrunde verletzungsbedingt fehlt. Serge Gnabry hatte schon im Vorfeld passen müssen, Lennart Karl musste nach einer Verletzung im Training vor Turnierbeginn aus den USA abreisen. Außerdem war Stürmer Tim Kleindienst nicht rechtzeitig voll fit geworden.

Schlotterbecks Ausfall wiegt schwer, Lothar Matthäus sprach bei RTL/ntv von einem "sehr großen Verlust. Die Verletzung ist bitter. Schlotterbeck hat sich mit Tah ganz gut eingespielt." Rüdiger aber sei ein "Mann, der jederzeit in die Stammformation gehört".

Schlotterbeck habe "die Qualität mit dem linken Fuß im Spielaufbau, diese Verlagerungsqualität können wir nicht eins zu eins ersetzen", meinte Thomas Müller bei MagentaTV und ergänzte: "Er hat auch diese Stärke in der Offensive bei den Standardsituationen. Da war er ganz klar Zielspieler. Aber Toni kann das auch, das muss sich nur wieder einspielen."

Rio-Weltmeister Shkodran Mustafi sagte: "Ich hätte als Trainer lieber gerne einen Linksfuß - auf allerhöchstem Niveau verändert das ein Spiel. Du hast mehr Druck, weniger Zeit, da willst du alle Spieler auf ihren Positionen haben." Rüdiger aber habe "jahrelang auf höchstem Niveau gespielt. Ich mache mir da ehrlicherweise keine Sorgen."

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Keine Perspektive für Andrich: "Rede nicht mit ihm"

Trotz des Abschieds von Exequiel Palacios hat sich die Perspektive von Robert Andrich bei Bayer Leverkusen nicht verbessert. "Ehrlich gesagt rede ich nicht mit ihm, die Situation mit Andrich ist unverändert", sagte Trainer Carles Martínez vor dem Bundesliga-Auftakt bei der SV Elversberg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky). Seine "Wahrnehmung" sei "die gleiche" wie zuvor, betonte der Spanier.

WM: Zweimal Gold und einmal Bronze für deutsche Kanuten

Die deutschen Kanuten haben bei der WM im polnischen Posen einen überragenden ersten Finaltag mit drei Medaillen gefeiert. Der Kajak-Vierer der Männer um Schlagmann Max Rendschmidt sowie der Canadier-Zweier der Frauen mit Carlotta Loske und Maike Jakob paddelten zu Gold, der Frauen-Vierer verpasste auf dem Bronze-Rang Silber um lediglich zwei Hundertstelsekunden.

Machbare Aufgaben für Bayer - Ilzer mit Hoffenheim gegen Graz

Machbare Aufgaben für die Werkself, Christian Ilzer freut sich auf ein besonderes Wiedersehen: Die Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen und TSG Hoffenheim haben dank "Losfee" Sebastian Rode in der Ligaphase der Europa League spannende Begegnungen erhalten. Leverkusen, Finalist vor zwei Jahren, spielt unter anderem gegen Olympique Marseille und Red Bull Salzburg. Die Hoffenheimer treffen unter anderem mit Sturm Graz auf den Ex-Klub ihres Trainer Ilzer und auf den Conference-League-Sieger Crystal Palace. Das ergab die Auslosung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Freitag im Grimaldi Forum in Monaco.

Englands Stürmerikone Vardy zeigt Bundesliga-Spiele auf YouTube

Der frühere englische Nationalstürmer Jamie Vardy wird künftig als Broadcaster deutschen Live-Fußball moderieren und übertragen. Wie die Bundesliga am Freitag mitteilte, hat der 39-Jährige eine Vereinbarung geschlossen, nach der sein YouTube-Kanal "Jamie Vardy’s Having a Party" in Großbritannien und Irland sieben Freitagsspiele in dieser Saison als offizieller Rechtehalter übertragen darf. Den Anfang macht das Eröffnungsspiel zwischen Meister Bayern München und dem VfB Stuttgart am Abend (20.30 Uhr/Sky und Sat.1).

Textgröße ändern: