Deutsche Tageszeitung - Munoz überwindet starken Mpasi: Kolumbien erreicht K.o.-Phase

Munoz überwindet starken Mpasi: Kolumbien erreicht K.o.-Phase


Munoz überwindet starken Mpasi: Kolumbien erreicht K.o.-Phase
Munoz überwindet starken Mpasi: Kolumbien erreicht K.o.-Phase / Foto: © SID

Kolumbiens Fußballer sind bei der WM vorzeitig in die K.o.-Phase eingezogen. Die Südamerikaner um Bayern-Star Luis Díaz gewannen zum Abschluss des zweiten Gruppenspieltags trotz einer lange schwachen Chancenverwertung mit 1:0 (0:0) gegen die Demokratische Republik Kongo und sicherten sich nach zwei Siegen aus zwei Spielen als erste Mannschaft der Gruppe K das Ticket für das Sechzehntelfinale.

Textgröße ändern:

Daniel Munoz (76.) traf für die Mannschaft von Trainer Néstor Lorenzo nach zahlreichen vergebenen Möglichkeiten zum Sieg. Am kommenden Samstag (Ortszeit) reicht den Kolumbianern beim Gruppenfinale in Miami gegen Portugal damit ein Unentschieden, um sich den ersten Platz zu sichern.

Die DR Kongo trifft parallel in Atlanta auf WM-Debütant Usbekistan und hat weiter alle Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde. Torhüter Lionel Mpasi hatte die Zentralafrikaner in Guadalajara mit mehreren starken Paraden noch von einer erneuten Überraschung träumen lassen, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben.

Vor dem Anpfiff hatten sich die Blicke zunächst auf die Zuschauerränge gerichtet. Kongos weltbekannter Superfan "Lumumba Vea", der über das gesamte Spiel wie eine Statue regungslos auf der Tribüne steht, war nach überstandener Ebola-Quarantäne erstmals bei der WM vor Ort. Ansonsten war das Stadion in Guadalajara aber nahezu vollständig in Kolumbiens Gelb gehüllt.

Und auch auf dem Feld dominierten "Los Cafeteros". Mit viel Ballbesitz und gewohnt hohem Einsatz ließen die Kolumbianer ihrem Gegner in der Anfangsphase kaum Luft zum Atmen, verzweifelten aber reihenweise an Torwart Mpasi. Der 31-Jährige vom französischen Erstligisten AC Le Havre bewahrte seine Mannschaft quasi im Minutentakt vor dem Rückstand, allen voran gegen Jefferson Lerma (4.) und Díaz (16.).

Der Star-Angreifer war wenig überraschend ein Aktivposten bei den Südamerikanern, immer wieder suchte auch James Rodríguez im Aufbau den Flügelstürmer. Erst die Trinkpause brachte etwas Ruhe ins Spiel: Die DR Kongo schaffte es im Anschluss deutlich besser, sich aus dem gegnerischen Druck zu befreien, während Kolumbien erst nach der Pause wieder für große Gefahr sorgte.

Díaz (50.) scheiterte aus kurzer Distanz jedoch erneut am exzellent reagierenden Mpasi. Gegen diszipliniert verteidigende Kongolesen fiel es dem Favoriten nun jedoch immer schwerer, Lücken zu finden. Dann traf Munoz.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Hoeneß: Bayern einig mit Laimer

Der wochenlange Poker um eine Vertragsverlängerung von Konrad Laimer beim FC Bayern ist anscheinend beendet. Der Münchner Ehrenpräsident Uli Hoeneß verkündete laut Sport1 bei einer Sponsorenveranstaltung eine Einigung "in den entscheidenden Punkten" mit dem österreichischen Nationalspieler. Die Unterschrift soll nach der WM erfolgen. Über Vertragsdetails wurde nichts bekannt.

"Ruuh": Norweger rudern nun auch beim Baseball

"Ruuh!" Die Baseball-Stars der New York Mets und der Chicago Cubs staunten nicht schlecht darüber, was auf den Tribünen im Citi Field in New York abging. Norwegische Fußball-Fans sorgten in ihren roten Trikots beim Spiel der Major League Baseball mit ihrem inzwischen berühmten "Viking Row" für reichlich Stimmung. "Wikinger im Outfield? Norwegische Fans übernehmen das Spiel", schrieb die Liga über den unerwarteten Besuch. Es wurde gefeiert, getanzt, gerudert - dass die Mets 3:10 verloren, wurde fast zur Nebensache.

Undav ist mit Jokerrolle "fein"

Der deutsche WM-Topscorer Deniz Undav muss sich auch im abschließenden Gruppenspiel mit der Jokerrolle begnügen - und hat damit überhaupt kein Problem. "Also wenn es nicht fein wäre, dann wäre ich nicht hier", sagte Undav vor dem Spiel gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) im Finalstadion in East Rutherford.

"Pride Match": Iran fordert FIFA zum Handeln auf

Der iranische Fußballverband hat sich im Vorfeld des viel diskutierten "Pride Matches" bei der WM offenbar gegen entsprechende "Zeremonien oder Werbeaktionen" ausgesprochen und die FIFA zum Handeln aufgefordert. Wie "The Athletic" berichtete, erklärte ein Sprecher der iranischen Nationalmannschaft auf Anfrage, dass man diese Angelegenheit ernst nehme und dem Weltverband den eigenen "Standpunkt klar mitgeteilt" habe. Die LGBTQ+-Gemeinschaft wird in der Stellungnahme jedoch nicht wörtlich erwähnt.

Textgröße ändern: