Deutsche Tageszeitung - Medien: "Fall Balogun" geht in weitere Runde

Medien: "Fall Balogun" geht in weitere Runde


Medien: "Fall Balogun" geht in weitere Runde
Medien: "Fall Balogun" geht in weitere Runde / Foto: © SID

Der "Fall Balogun" geht offenbar in eine weitere Runde. Nach Informationen des US-Portals The Athletic bekam Belgiens Fußballverband RBFA vom Weltverband FIFA das Recht auf Berufung eingeräumt. Demnach können die Belgier wie auch der US-Verband (U.S. Soccer) bis Montag 14.00 Uhr MESZ ihre Stellungnahmen abgeben.

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Ein Mitglied des FIFA-Berufungsausschusses könnte den Fall verhandeln. Die Zeit drängt, eine Entscheidung müsste noch vor dem Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) fallen. Laut The Athletic bekam Belgien von der FIFA allerdings nicht garantiert, dass es tatsächlich zu einer Verhandlung kommt. Es erscheint deshalb unklar, ob der Einspruch lediglich formaler Natur ist oder ob er eine echte Chance auf Erfolg hat.

Am Sonntag hatte die FIFA die Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale spielberechtigt. Laut der Nachrichtenagentur AFP, der New York Times und des Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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UEFA zu "Fall Balogun": "Rote Linie überschritten"

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Blatter zum Fall Balogun: "Quo vadis, FIFA?"

Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter (90) sieht nach der Entscheidung des Weltverbands im "Fall Balogun" die Integrität des Fußballs in Gefahr. "Rote Karten werden im Fußball nicht durch politische Interventionen aufgehoben – sondern nach klaren Regeln und durch unabhängige Instanzen", sagte Blatter auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID): "Wenn ein US-Präsident beim FIFA-Präsidenten interveniert und danach ein Spieler vor einem WM-Achtelfinale begnadigt wird, stellt sich eine einfache Frage: Quo vadis, FIFA? Der Fußball darf nie zum Spielball der Politik werden."

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