Deutsche Tageszeitung - Frenzel nach Olympia-Aus der Kombination: "Tut enorm weh"

Frenzel nach Olympia-Aus der Kombination: "Tut enorm weh"


Frenzel nach Olympia-Aus der Kombination: "Tut enorm weh"
Frenzel nach Olympia-Aus der Kombination: "Tut enorm weh" / Foto: © picture alliance / Wagner/SID

Bundestrainer Eric Frenzel hat mit großer Enttäuschung auf das Olympia-Aus der Nordischen Kombination reagiert. "Mir fällt es enorm schwer, Worte zu finden. Es war eine herbe, wirklich herbe Enttäuschung. Das tut enorm weh", sagte der dreimalige Olympiasieger nach der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Sportart nach mehr als 100 Jahren bereits 2030 aus dem Programm zu nehmen.

Textgröße ändern:

Frenzel sorgt sich als Folge auch um die Perspektiven für den Nachwuchs. "Wir sind gerade auf einem Lehrgang. Es tut sehr weh, wenn man den jungen Athleten in ihre Augen blickt und ihre Enttäuschung sieht, was die Entscheidung mit ihnen macht. Das nimmt enorm viel Zukunft, Optionen und Vertrauen. Das müssen wir wieder aufbauen", sagte der 37-Jährige.

Am Boden zerstört war auch Horst Hüttel, als Sportdirektor beim Deutschen Skiverband (DSV) für die Kombination zuständig. "Die Entscheidung ist natürlich niederschmetternd und sehr enttäuschend", sagte er und zeigte wenig Verständnis für das IOC-Argument der fehlenden Universalität. "Da haben wir uns in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Gerade bei den Damen, da hatten wir sechs Nationen in den Top 6 des Gesamtweltcups, sieben in den Top Ten. Welche Sportart hat dies?", sagte Hüttel.

Gleichzeitig betonte Hüttel, dass der DSV die Kombination weiter unterstützen werde. "Wir schauen nach vorne. Der DSV hat ganz klar signalisiert, dass die Verbandsführung hinter der Disziplin steht. Wir werden eine Zeit brauchen, um diese Enttäuschung wegzustecken, dann aber nach vorne schauen und hoffen, die Chance für 2034, die nächstes Jahr beim IOC wieder auf die Agenda kommt, mit aller Kraft anzugehen."

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

US Open: Alcaraz feiert Comeback mit Williams

Tennis-Profi Carlos Alcaraz hat wenige Tage vor dem Beginn der Einzelwettbewerbe bei den US Open ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Zum Auftakt des Mixed-Wettbewerbs besiegte der 23 Jahre alte Spanier gemeinsam mit der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams (44) das Duo Erin Routcliffe/Lloyd Glasspool (Neuseeland/Großbritannien) 5:3, 4:1. "Ich war viereinhalb Monate raus. Sie hat es mir leicht gemacht, ich habe es einfach so sehr genossen", sagte er.

FC Bayern: Eberl und Dreesen verlängern bis 2029

Der FC Bayern baut auch in Zukunft auf seine Führung mit Max Eberl und Jan-Christian Dreesen: Der mächtige Münchner Aufsichtsrat gab am Dienstag grünes Licht für eine Vertragsverlängerung bis 2029. Die bisherigen Verträge von Sportvorstand Eberl und Vorstandschef Dreesen wären 2027 ausgelaufen. "Das Vertrauen des Aufsichtsrats ist ein wertvolles Zeichen, über das ich mich sehr freue", ließ Eberl mitteilen, Dreesen sagte: "Wir haben noch viel vor."

US Open: Zverev im Mixed-Wettbewerb ausgeschieden

Tennis-Profi Alexander Zverev ist bei seinem "Aufwärmprogramm" bei den US Open in der ersten Runde gescheitert. Zum Auftakt des Mixed-Wettbewerbs unterlag der Weltranglistenzweite mit seiner Partnerin Taylor Townsend (USA) dem an Nummer vier gesetzten Duo Belinda Bencic/Flavio Cobolli (Schweiz/Italien) 2:4, 2:4.

Mit Kaufoption: Nkunku kehrt per Leihe nach Leipzig zurück

Christopher Nkunku kehrt zu RB Leipzig zurück. Wie der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend mitteilte, kommt der Franzose nach drei Jahren Auslandsaufenthalt beim FC Chelsea und der AC Mailand per Leihe zunächst für ein Jahr von den Italienern, Leipzig sicherte sich zudem eine Kaufoption für den 28-Jährigen. Diese soll laut Medienberichten bei 28 Millionen Euro liegen.

Textgröße ändern: