Deutsche Tageszeitung - Trauer im deutschen Eishockey: Schiri-Legende Kompalla ist tot

Trauer im deutschen Eishockey: Schiri-Legende Kompalla ist tot


Trauer im deutschen Eishockey: Schiri-Legende Kompalla ist tot
Trauer im deutschen Eishockey: Schiri-Legende Kompalla ist tot / Foto: © picture-alliance/Augenklick/Roth/SID

Das deutsche Eishockey trauert um Josef "Jupp" Kompalla. Die Schiedsrichter-Legende ist am Sonntagmorgen im Alter von 90 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Das teilte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mit.

Textgröße ändern:

Kompalla leitete während seiner Karriere 2019 Spiele in den deutschen Eishockeyligen und über 150 Länderspiele. Der Weltverband IIHF nominierte ihn für insgesamt elf Weltmeisterschaften sowie die Olympischen Winterspiele 1976, 1980 und 1984. "Eishockey ist mein Leben", sagte Kompalla, der stets ohne Helm, mit wehendem dunklen Haar und Walross-Schnäuzer pfiff, gerne.

Einer der großen Höhepunkte der Laufbahn Kompallas war das entscheidende achte Spiel der Summit Series 1972 zwischen der UdSSR und Kanada in Moskau, obwohl er von den Kanadiern als "inkompetent" abgelehnt worden war.

Für seine Verdienste erhielt Kompalla im Jahr 1992 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Die IIHF nahm ihn im Jahr 2003 in die Hall of Fame auf. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere war Kompalla, der am 13. März 1936 im oberschlesischen Kattowitz geboren wurde, Schiedsrichterbeobachter und Ausbilder. Der DEB ernannte ihn zum Ehrenmitglied.

"Mit Jupp Kompalla verliert die Eishockeywelt eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die den Eishockeysport in Deutschland über viele Jahre hinweg mitgestaltet hat", hieß es in der Mitteilung des Verbands. Auch die Deutsche Eishockey Liga (DEL) trauert. "Die deutsche Eishockey-Familie verliert mit Jupp einen ihrer ganz Großen", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Schlotterbeck erleidet Knöchelverletzung

Nächster Verletzungsschock für Nico Schlotterbeck: Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund hat sich beim Abschlusstraining der deutschen Nationalmannschaft für das Nations-League-Spiel gegen Serbien eine Außenbandverletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einer MRT-Untersuchung am Mittwoch bekannt.

Guardiola stützt ManCity: "Ich bin hier - mehr denn je"

Der langjährige Teammanager Pep Guardiola hat seinem schwer unter Druck geratenen Ex-Klub Manchester City die Treue geschworen. "Ich möchte, dass jeder einzelne Manchester-City-Fan auf der ganzen Welt weiß, dass ich hier bin – mehr denn je", schrieb der Katalane am Mittwoch in den Sozialen Medien.

DFB-Team bangt um Einsatz von Schlotterbeck

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bangt vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien um den Einsatz von Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund zog sich beim Abschlusstraining am Mittwoch in Herzogenaurach eine Knöchelverletzung zu. Schlotterbeck wurde danach direkt zu einer MRT-Untersuchung gebracht.

Mittelmaß? Matthäus sieht "Mentalitätsproblem" bei DFB-Elf

Lothar Matthäus hat sich in die Qualitätsdebatte rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft eingeschaltet und Bastian Schweinsteiger widersprochen. "Unsere Nationalmannschaft ist kein Mittelmaß!", entgegnete der Rekordnationalspieler dem Weltmeister von 2014 in der Bild-Zeitung und betonte: "Wir haben genügend Unterschiedsspieler, die bei Topklubs wie dem FC Bayern, Barcelona oder Arsenal Woche für Woche unter Beweis stellen, dass sie hohe Qualität haben."

Textgröße ändern: