Deutsche Tageszeitung - HRW fordert Schweigeminute vor WM-Finale für ICE-Opfer

HRW fordert Schweigeminute vor WM-Finale für ICE-Opfer


HRW fordert Schweigeminute vor WM-Finale für ICE-Opfer
HRW fordert Schweigeminute vor WM-Finale für ICE-Opfer / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Der Fußball-Weltverband FIFA soll nach Ansicht von Human Rights Watch vor dem WM-Finale eine Schweigeminute für die beiden in diesem Monat von US-Einwanderungsbeamten erschossenen Personen abhalten. Das erklärte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag. "Eine Schweigeminute wäre absolut angemessen", sagte Minky Worden, Direktorin für globale Initiativen, der Nachrichtenagentur AFP.

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Am Montag war ein Kolumbianer in Maine, vergangene Woche ein Mexikaner in Houston getötet worden. Beide kamen bei Kontrollen im Rahmen des harten Vorgehens von Präsident Donald Trump gegen Einwanderer ums Leben.

"Für die FIFA ist dies eine Gelegenheit, ihre Versprechen einzulösen, dass bei dieser Weltmeisterschaft die Menschenrechte gewahrt werden", fügte Worden hinzu.

Die WM 2026 war das erste Turnier, bei dem Menschenrechtskriterien in das Bewerbungsverfahren einbezogen wurden - eine Reaktion auf die Kritik an früheren Turnieren in Russland und Katar. Worden sagte, das Turnier, das hauptsächlich in den USA sowie mit Spielen in Kanada und Mexiko ausgetragen wird, habe diese Erwartungen nie erfüllt. "Wenn wir an diese WM denken, wird die Welt an die Tötungen durch ICE und die Abschiebungen durch ICE denken, die zeitgleich mit der Weltmeisterschaft stattfanden", sagte sie.

Worden kritisierte zudem scharf den FIFA-Friedenspreis, der Trump im Dezember verliehen worden war. Dieser diene dazu, "die Menschenrechtsverletzungen der Trump-Regierung zu verschleiern, die sich vor allem gegen Migranten und deren Familien richteten."

Wordens Äußerungen erfolgten, nachdem mehrere Menschenrechtsorganisationen im Vorfeld des WM-Finales am Sonntag zwischen Spanien und Argentinien (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) eine Pressekonferenz in New York abgehalten und die FIFA dabei deutlich kritisiert hatten.

(A.Nikiforov--DTZ)

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