Deutsche Tageszeitung - Götze über Messi-Foto von 2014: "Ich hätte ihn nicht fragen sollen"

Götze über Messi-Foto von 2014: "Ich hätte ihn nicht fragen sollen"


Götze über Messi-Foto von 2014: "Ich hätte ihn nicht fragen sollen"
Götze über Messi-Foto von 2014: "Ich hätte ihn nicht fragen sollen" / Foto: © dpa/picture alliance/SID

Vor dem WM-Finale hat Rio-Held Mario Götze auf einen besonderen Moment mit Lionel Messi zurückgeblickt. Nach dem Triumph im Endspiel 2014 hatte er den Argentinier um ein Foto gebeten, in den Katakomben posierte Götze mit der Goldmedaille um den Hals an der Seite seines Idols, dessen Titeltraum er kurz zuvor mit seinem Tor in der Verlängerung beendet hatte.

Textgröße ändern:

"Vielleicht war der Zeitpunkt nicht optimal. Ich bin mir da nicht so sicher", gab Götze im Gespräch mit The Athletic zu: "Wahrscheinlich hätte ich ihn nicht fragen sollen, aber es war nun mal so. Ich sagte: 'Okay, er ist mein Idol, er ist so gut, er ist der beste Spieler der Welt.' Ich glaube, er hat es gelassen genommen, aber natürlich war er enttäuscht – sie haben das Spiel verloren."

Am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) kann Messi trotz der Enttäuschung gegen Deutschland gegen Spanien seinen zweiten WM-Titel gewinnen. Dass Messi auch im Alter von 39 Jahren derart überzeugt, sei "Wahnsinn", sagte Götze. Er sei "einzigartig. Wie sich seine Karriere im Laufe der Zeit entwickelt hat, wie er all das geschafft hat, seine Leistungen, die Tore, die er geschossen hat."

Wie es den Profis vor einem WM-Finale geht, kann Götze nachvollziehen. Man sei nervös, träume "davon, ein Tor zu schießen, und hat gleichzeitig Angst, den entscheidenden Fehler zu machen", berichtete der 34-Jährige: "Man ist immer hin- und hergerissen."

Götze gab zudem zu, dass der goldene Treffer im Maracana sein Leben "enorm" verändert habe. "Ich war noch sehr jung, und das hat vieles verändert: die Aufmerksamkeit, die Erwartungen, einfach alles", sagte er: "Man hat das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, sich zu verbessern, Titel zu gewinnen, sich optimal weiterzuentwickeln." Er habe gedacht, dass dies der Standard sei. "Aber es war schwierig, in den nächsten zehn Jahren mit diesem Standard mitzuhalten. Ich brauchte Zeit, um zu verstehen, dass es nicht immer so ist."

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Werth gewinnt Bronze in der Kür - Fry mit dem Double

Versöhnlicher WM-Abschluss für Isabell Werth: Die deutsche Rekord-Olympiasiegerin hat die Weltmeisterschaften in Aachen mit der Bronzemedaille in der Kür abgeschlossen. In der letzten Dressurprüfung der Wettkämpfe ritt die erfolgreichste Reiterin der Geschichte unter Flutlicht als allerletzte Starterin mit ihrem Olympiapferd Wendy zu 88,650 Prozent und gewann die 14. WM-Medaille ihrer Karriere. Gold holte sich Titelverteidigerin Lottie Fry aus Großbritannien vor der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour.

Auch ohne Ansah: Sprintstaffel stürmt zu Silber

Angefeuert von "Edelfan" Owen Ansah haben die deutschen Sprinter bei der Leichtathletik-EM in Birmingham die Silbermedaille über 4x100 m geholt. Auch ohne den frischgebackenen 200-m-Europameister musste sich die DLV-Staffel mit Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah in 38,64 Sekunden im Finale nur Großbritannien (38,45) geschlagen geben. Bronze ging an Belgien (38,70).

Im letzten Versuch: Weber holt Speer-Gold - Thumm Silber

Zurück auf dem Thron: Julian Weber (Mainz) hat zum zweiten Mal nach 2022 EM-Gold im Speerwurf gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich in Birmingham nach einem packenden Wettkampf erst mit seinen im letzten Versuch erzielten 90,40 Metern deutlich vor seinem Teamkollegen Nick Thumm (Stuttgart) durch. Der erst 21-Jährige warf bei seinem EM-Debüt mit 83,76 Metern persönliche Bestleistung. Weber und Thumm sorgten mit ihrem Doppelsieg für die Medaillen 13 und 14 bei den Titelkämpfen für die deutsche Mannschaft.

Hattrick: Bayern-Frauen gewinnen Supercup

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben mit einem Hattrick im Supercup ihre nationale Vormachtstellung gleich im ersten Pflichtspiel der Saison behauptet. Die Münchnerinnen gewannen die erst seit drei Jahren wieder ausgespielte Trophäe durch ein 3:0 (2:0) im Prestigeduell gegen den VfL Wolfsburg zum dritten Mal in Serie, und zum dritten Mal gegen den deutschen Vizemeister.

Textgröße ändern: