Deutsche Tageszeitung - "Schade, ihn zu verlieren": Evenepoel hadert mit Lipowitz-Aus

"Schade, ihn zu verlieren": Evenepoel hadert mit Lipowitz-Aus


"Schade, ihn zu verlieren": Evenepoel hadert mit Lipowitz-Aus
"Schade, ihn zu verlieren": Evenepoel hadert mit Lipowitz-Aus / Foto: © SID

Remco Evenepoel fiel nach seinem zweiten Tour-Etappensieg innerhalb von drei Tagen seiner Familie in die Arme, auf dem Podium riss er jubelnd die Arme in die Höhe. Und doch war die Freude beim Zeitfahr-Dominator getrübt. Der tragische Sturz seines deutschen Teamkollegen Florian Lipowitz ließ auch Evenepoel nicht unberührt.

Textgröße ändern:

"Nach all den Opfern, die er gebracht hat, tut das besonders weh. In erster Linie ist es sehr bitter für ihn selbst, aber auch für das Team", sagte der belgische Star der deutschen Mannschaft Red Bull-Bora-hansgrohe. Lipowitz hatte sich im Einzelzeitfahren der 16. Etappe, das Evenepoel souverän vor Spitzenreiter Tadej Pogacar gewann, bei einem Sturz am rechten Schlüsselbein verletzt. Die Frankreich-Rundfahrt ist für den Vorjahresdritten beendet.

In den Kampf gegen die Uhr war Lipowitz mit guten Podestchancen in der Gesamtwertung gestartet, wenngleich für ihn hinter Pogacar und Evenepoel einzig der dritte Platz realistisch gewesen wäre. Evenepoel, der vor der 17. Etappe am Mittwoch nach Voiron kaum aufzuholende 4:32 Minuten Rückstand auf Pogacar hat, ist nun unangefochtener Red-Bull-Kapitän.

Ohne Lipowitz, das weiß Evenepoel, wird der Kampf um das Podest komplizierter. "Es ist immer besser, mit zwei Fahrern in der Spitzengruppe zu sein. Wenn man sich die vergangenen Bergetappen anschaut: Wenn noch sieben Fahrer übrig waren, war Florian immer dabei", sagte Evenepoel: "Außerdem hat er noch um Platz drei der Gesamtwertung gekämpft. Es ist schade, ihn zu verlieren – das macht einen großen Unterschied."

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Bittere Pleite: Mihambo verpasst überraschend eine EM-Medaille

Bittere Pleite statt dritter Titel: Weitsprung-Star Malaika Mihambo hat zum Abschluss der Leichtathletik-EM ihren Titel verloren und völlig überraschend auch eine Medaille verpasst. Die 32-Jährige kam im Alexander Stadium nicht über 6,94 m hinaus und landete damit in einem hochklassigen Wettbewerb nur auf Platz fünf.

Speerwerferin Ulbricht holt überraschend Silber

24 Stunden nach dem Doppelsieg von Julian Weber und Nick Thumm hat völlig überraschend auch Julia Ulbricht (Rostock) bei der Leichtathletik-EM eine Medaille im Speerwurf gewonnen. Die 25 Jahre alte deutsche Meisterin kam bis auf fünf Zentimeter an ihre Bestleistung heran und sicherte sich mit ihren 61,53 m Silber.

Wie Krause: Ruppert rennt zu EM-Gold über die Hindernisse

Titel mit Ansage: Top-Favorit Frederik Ruppert (Tübingen) hat sich mit einem unwiderstehlichen Finish zum Europameister über 3000 m Hindernis gekrönt. Der 29-Jährige rannte beim Showdown um die Medaillen in Birmingham nach 8:25,33 Minuten durch das Ziel und sicherte sich seinen ersten großen Titel der Karriere.

In der Mixed-Staffel: Silbernes Happy End für Lückenkemper

Happy End für Gina Lückenkemper: Die zweimalige Europameisterin von München hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham bei ihrer letzten Chance eine Medaille gewonnen. Bei der Premiere der Mixed-Staffel über 4x100 m holte das Team mit Schlussläuferin Lückenkemper (Berlin) sowie Rebekka Haase, Kevin Kranz und Heiko Gussmann (alle Wetzlar) Silber, nur Gastgeber Großbritannien war schneller.

Textgröße ändern: