Deutsche Tageszeitung - Infantino verteidigt sich: "Eine Chance, keine Verpflichtung"

Infantino verteidigt sich: "Eine Chance, keine Verpflichtung"


Infantino verteidigt sich: "Eine Chance, keine Verpflichtung"
Infantino verteidigt sich: "Eine Chance, keine Verpflichtung" / Foto: © SID

FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt sein Vorhaben, Anteile an der Fußball-WM an private Investoren zu veräußern. "Es ist ein Vorschlag, ein Angebot, Teil eines demokratischen Beratungsprozesses", sagte Infantino in einem Video, das der Weltverband am Mittwochabend veröffentlichte. "Es ist eine Gelegenheit, aber keine Verpflichtung."

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Nur mit der Zustimmung der Mehrheit der 211 Nationalverbände und des FIFA-Councils werde das geplante Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) eine vom Weltverband kontrollierte Gesellschaft, die "alle FIFA-Wettbewerbe verwalten und vermarkten würde". Er verspreche sich davon die "Erschließung bisher nicht realisierter Werte". Die kommerzielle Seite des Fußballs zu stärken, sei "der logische nächste Schritt".

Die FIFA und ihr Präsident sind in ihrem Plan, Anteile an der WM zu verkaufen, offensichtlich bereits fortgeschritten. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt haben, um den Plänen zuzustimmen. Die Verbände werden mit hohen Zahlungen geködert. Eine einfache Mehrheit soll demnach ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen.

Der heftigen Kritik aus vielen Richtungen hatte sich am Mittwoch auch Bernd Neuendorf angeschlossen. Es sei "ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einem Interview mit der Sportschau und dem ZDF. Infantinos Pläne seien "überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig".

(B.Izyumov--DTZ)

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