Deutsche Tageszeitung - Henseleit: "Sollte einfach nicht sein"

Henseleit: "Sollte einfach nicht sein"


Henseleit: "Sollte einfach nicht sein"
Henseleit: "Sollte einfach nicht sein" / Foto: © SID

Platz eins verloren oder Platz zwei gewonnen? Für Esther Henseleit war diese Frage nach der knappen Niederlage im Stechen bei der British Open leicht zu beantworten. "Ich bin sehr zufrieden damit, wie ich mir heute die Chance auf den Sieg erarbeitet habe und wie ich mich präsentiert habe", sagte die Hamburger Profi-Golferin nach ihrem größten Karriere-Erfolg neben Olympia-Silber 2024 in Paris.

Textgröße ändern:

Am zweiten Playoff-Loch habe sie "einfach ein bisschen Pech" gehabt, kommentierte die 27-Jährige ihren verunglückten Abschlag, mit dem sie der Japanerin Shiho Kuwaki den Weg zum Turniersieg und dem Siegerscheck über 1,5 Millionen Dollar ebnete: "Ich habe mich wirklich sehr ins Zeug gelegt, aber ich schätze, heute sollte es einfach nicht sein."

Damit bleibt Sophia Popov, British-Open-Siegerin von 2020, bis auf Weiteres die einzige deutsche Triumphatorin bei einem der fünf großen Turniere im Frauen-Golf. Henseleit aber orientiert sich konsequent weiter Richtung Weltspitze, die Top Ten im Ranking rücken allmählich in Sichtweite, erneut ist sie beim Kontinental-Vergleich Solheim Cup - im September in 's-Hertogenbosch in den Niederlanden - dabei.

Die British Open vor zahlreichen euphorischen Fans im Royal Lytham & St. Annes Golf Club verbuchte Henseleit als "großartige Erfahrung". Sie werde "auf jeden Fall versuchen, aus dieser Erfahrung und der ganzen Woche zu lernen. Wie ich es heute geschafft habe, das Blatt zu wenden – es gibt viele Dinge, auf die ich stolz sein kann."

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Medien: Infantino ruft FIFA-Mitarbeiter zu Krisentreffen

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat offenbar hochrangige Mitarbeiter des Fußball-Weltverbandes zu einer Krisensitzung in die marokkanische Hauptstadt Rabat einberufen. Dies berichteten die Times und Sky UK am Dienstagabend übereinstimmend. Das Treffen im Co-Gastgeberland der WM 2030, in dem sich Infantino derzeit aufhält, soll demnach am Mittwoch stattfinden.

Schwimm-EM: Hentschel und Turmduo verpassen Medaille

Die deutschen Wasserspringer haben am fünften EM-Tag in Paris ihre sechste Medaille verpasst. Lena Hentschel kam zwei Tage nach Bronze im Mixed-Synchron im Einzelfinale vom 3-m-Brett im Centre Aquatique Olympique am Stade de France nicht über den fünften Platz mit 297,65 Punkten hinaus, knapp 15 Zähler fehlten der Berlinerin zum Podest. Die Dresdnerin Jette Müller sprang auf Rang sechs (287,00). Den Titel gewann die italienische 1-m-Europameisterin Chiara Pellacani (358,05) vor der Britin Yasmin Harper (318,70) und der Russin Nadeschda Trifonowa (312,40).

Schwimm-EM: Avila Sanchez und Eikermann verpassen Medaille

Luis Avila Sanchez und Jaden Eikermann haben die sechste Medaille für die deutschen Wasserspringer bei der Schwimm-EM in Paris verpasst. Im Synchronfinale vom Turm kam das Duo aus Berlin und Aachen am Dienstag im Centre Aquatique Olympique am Stade de France auf 392,43 Punkte und Platz fünf. Zu Bronze fehlten den WM-Sechsten knapp 14 Zähler. Der 20-jährige Avila Sanchez hatte am Sonntag mit seiner Vereinskollegin Lena Hentschel im Mixed-Synchronspringen vom 3-m-Brett Bronze gewonnen.

Tour de France Femmes: Sieg und Gelb für Reusser

Favoritin Marlen Reusser hat das Einzelzeitfahren bei der vierten Etappe der Tour de Frances Femmes gewonnen und erstmals das Gelbe Trikot übernommen. Die 34 Jahre alte Schweizerin vom Movistar Team, amtierende Weltmeisterin im Einzelzeitfahren, führt das Gesamtklassenment nach ihrem Sieg auf welligen 21 Kilometern von Gevrey-Chambertain nach Dijon nun vor der Niederländerin Demi Vollering (+0:14 Minuten/FDJ United-Suez) und Cédrine Kerbaol (+0:54/EF Education-Oatly) aus Frankreich an.

Textgröße ändern: