Deutsche Tageszeitung - Interne Mitteilung: Grafström distanziert sich von Infantino

Interne Mitteilung: Grafström distanziert sich von Infantino


Interne Mitteilung: Grafström distanziert sich von Infantino
Interne Mitteilung: Grafström distanziert sich von Infantino / Foto: © SID

Generalsekretär Mattias Grafström hat sich in einem internen Schreiben offenbar ebenfalls von FIFA-Präsident Gianni Infantino distanziert. "Einzelpersonen, instabile Momente und unglückliche Vorfälle kommen und gehen", schrieb Grafström in einer unter anderem vom Athletic und Sky Sports zitierten Mail an Mitarbeiter des Weltverbandes: "Die Institution, ihre Mission und ihre Verantwortung gegenüber dem Weltfußball bestehen fort, und deshalb sollten wir stets unsere Professionalität, unseren Sinn für die richtigen Perspektiven und unsere Gelassenheit bewahren."

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Infantino wurde in dem Schreiben zwar nicht namentlich erwähnt, jedoch wird direkt auf seine Idee der Gründung der Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise (FFE) verwiesen - und die Kritik klingt deutlich durch. Grafström schrieb unter anderem von einer "traurigen und verwerflichen Abfolge von Ereignissen - die glücklicherweise damit endete, dass das FFE-Projekt endgültig aufgegeben wurde". Der Schwede galt bislang als enger Vertrauter Infantinos, wechselte mit ihm 2016 von der UEFA zum Weltverband und stieg dort 2024 zum Generalsekretär auf.

In den Investorenplan seines Chefs soll er aber ebenfalls nicht eingeweiht gewesen sein. "Die letzte Woche war für alle FIFA-Mitarbeiter in unseren Büros weltweit sowohl außergewöhnlich als auch herausfordernd", so der 45-Jährige weiter: "Deshalb wollte ich, dass ihr die Ersten seid, die von mir hören. Wir alle wurden mitten in einen Wirbelsturm hineingezogen, der schwer zu begreifen und zu akzeptieren ist."

Er versichere, "dass ihr als Mitglieder der Verwaltung vor dem politischen Kontext, den wir derzeit erleben, geschützt und gewahrt werdet. Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen", so Grafström. Öffentlich hatte der zweithöchste FIFA-Funktionär bislang zur Affäre um den gescheiterten Investorendeal geschwiegen. Bei den Spekulationen um einen Nachfolger wurde auch der Name des in Genf geborenen Schweden genannt, für einen kompletten Neuanfang würde diese Lösung aber nicht stehen.

(P.Tomczyk--DTZ)

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