Deutsche Tageszeitung - Im EM-Becken: Berkhahn sieht "nicht viele Medaillenchancen"

Im EM-Becken: Berkhahn sieht "nicht viele Medaillenchancen"


Im EM-Becken: Berkhahn sieht "nicht viele Medaillenchancen"
Im EM-Becken: Berkhahn sieht "nicht viele Medaillenchancen" / Foto: © SID

Bundestrainer Bernd Berkhahn hat vor dem Start der Beckenrennen bei der Schwimm-EM in Paris die Erwartungen heruntergeschraubt. "Wenn man sich die Meldeliste anschaut, haben wir nicht viele Medaillenchancen im Becken", sagte der Magdeburger Coach von Olympiasieger Lukas Märtens, "ich hoffe, dass wir diese wenigen nutzen, dass das wirklich gut läuft - und dass ein paar Newcomer durchstarten."

Textgröße ändern:

Bei der ersten Schwimm-EM seit 2018, die aufgrund der Corona-Nachwehen nicht im selben Jahr wie Olympische Spiele oder eine WM stattfindet, ist die internationale Konkurrenz deutlich prominenter als bei den Europameisterschaften 2022 und 2024.

Die größten Chancen auf Edelmetall rechnen sich Berkhahns Schützlinge auf den mittleren und langen Kraulstrecken aus. Märtens, der am Montag mit der 4x200-m-Freistilstaffel in die EM im Centre Aquatique Olympique am Stade de France startet, will sich auf seiner Paradestrecke 400 m nach Olympiasieg, Weltrekord und WM-Gold auch noch den aktuellen EM-Titel holen, den er vor vier Jahren am Anfang seiner Karriere schon einmal in Rom gewann, "das wäre eine schöne Geschichte". Über 200 m Freistil will er sich dagegen endlich seine erste internationale Medaille schnappen.

Auf die 800 m verzichtet Märtens, weil die Favoriten ohnehin aus dem eigenen Team kommen: Vizeweltmeister Sven Schwarz, Freiwasser-Staffeleuropameister Oliver Klemet und Senkrechtstarter Johannes Liebmann, der im April überraschend Europarekord schwamm. Das Trio hat auch über 1500 m beste Chancen.

Vorsichtig mit ihrer Prognose ist die Olympiadritte Isabel Gose, die am Montag über 800 m startet. Die Doppel-Europameisterin im Freiwasser will nach langwierigen Schulterproblemen "erstmal einen guten Einstieg finden und gucken, was drin ist". Auch 100-m-Weltmeisterin Anna Elendt sagt lediglich, dass sie auf allen Bruststrecken "sehr konstant schwimmen" will.

Melvin Imoudu, der bei Olympia eine Medaille nur um sechs Hundertstelsekunden verpasste, sieht sich in "einer der stärksten Saisons, die ich je gemacht habe", und zählt als Titelverteidiger über 100 m Brust ab Montag zu den Mitfavoriten.

Knapp Bronze verpasste auch Angelina Köhler vor zwei Jahren, jetzt ist die Weltmeisterin von 2024 über 100 m Schmetterling Europas Jahresbeste. "Zweistellig" soll laut DSV-Sportvorstand Christian Hansmann die Medaillenausbeute im Becken werden - 2022, bei der letzten EM mit Bestbesetzung, gab es achtmal Edelmetall.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

PSG feiert Traumduo Dembélé/Torres - Wirtz und Havertz siegen

Titelverteidiger Paris Saint-Germain hat sich den Ligafrust in der Champions League von der Seele geschossen. Angeführt vom neuen Traumduo Ousmane Dembélé und Ferran Torres gewann der kriselnde französische Doublesieger zum Auftakt der Ligaphase mit 6:1 (3:0) gegen Slovan Bratislava. Auch Nationalspieler Florian Wirtz und der FC Liverpool feierten mit dem 2:1 (1:1) gegen Atlético Madrid einen Start nach Maß, Vorjahresfinalist FC Arsenal um Joker Kai Havertz mühte sich zu einem 1:0 (0:0) bei der SSC Neapel.

Neue Nummer 1: Rybakina im US-Open-Halbfinale gegen Gauff

Die Kasachin Jelena Rybakina hat sich durch ihren Einzug ins Halbfinale der US Open erstmals zur Nummer eins der Tennis-Welt gekrönt. Die 27-Jährige setzte sich beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in New York mit 3:6, 6:1, 6:4 gegen die Olympiasiegerin Zheng Qinwen aus China durch. Mit dem Sprung in die Runde der besten Vier löst sie die Belarussin Aryna Sabalenka in der kommenden Woche auf Position eins ab.

Überragender Demirovic mit Dreierpack: VfB gewinnt

Der überragende Ermedin Demirovic hat dem VfB Stuttgart mit drei Toren innerhalb von zwölf Minuten einen Start nach Maß in die Champions League beschert. Die ambitionierten Schwaben gewannen das erste Spiel der Ligaphase gegen Viking Stavanger glanzlos, aber verdient mit 3:1 (3:1) und machten sich zum 133. Klub-Geburtstag das schönste Geschenk. Bei Slovan Bratislava hat die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß am 14. Oktober nun die große Chance, den Traumstart in die Königsklasse perfekt zu machen.

Neue Nummer 1 der Welt: Rybakina im US-Open-Halbfinale

Die Kasachin Jelena Rybakina hat sich durch ihren Einzug ins Halbfinale der US Open erstmals zur Nummer eins der Tennis-Welt gekrönt. Die 27-Jährige setzte sich beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in New York mit 3:6, 6:1, 6:4 gegen die Olympiasiegerin Zheng Qinwen aus China durch. Mit dem Sprung in die Runde der besten Vier löst sie die Belarussin Aryna Sabalenka in der kommenden Woche auf Position eins ab.

Textgröße ändern: