Deutsche Tageszeitung - Tränen bei Lückenkemper: Aus im Halbfinale

Tränen bei Lückenkemper: Aus im Halbfinale


Tränen bei Lückenkemper: Aus im Halbfinale
Tränen bei Lückenkemper: Aus im Halbfinale / Foto: © picture-alliance / BEAUTIFUL SPORTS/SID

Keine Power nach dem Zeckenbiss: Für Gina Lückenkemper (Berlin) ist der Traum vom vierten EM-Finale in Serie über 100 Meter geplatzt. Deutschlands Sprintstar ist bei den Titelkämpfen in Birmingham bereits im Halbfinale ausgeschieden. Nach einem erneut schwachen Start kam sie in 11,28 Sekunden nur auf Platz fünf in ihrem Rennen, das reichte der Europameisterin von München nicht zum Einzug in den Showdown um den Titel (22.50 Uhr/ARD).

Textgröße ändern:

Im Duell mit den schnellsten Frauen Europas konnte Lückenkemper diesmal nicht mithalten, die schwierigen Wochen vor dem Saisonhöhepunkt haben bei der 29-Jährigen offenbar Spuren hinterlassen. Denn: Lückenkemper war im Juni am Hinterkopf von einer Zecke gebissen worden. Nach eigenen Angaben litt sie danach unter anderem an Problemen mit dem Nervensystem, musste Trainingspausen einlegen und kämpfte auch Wochen später noch mit den Folgen.

"Her auf der Bahn zu stehen, das ist ja alles andere als selbstverständlich. So ein Startplatz hier bei der EM ist und bleibt einfach nach wie vor etwas Besonderes", sagte Lückenkemper in der ARD mit Tränen in den Augen: "Und deswegen bin ich einfach nur zufrieden, dass ich es überhaupt hierher geschafft habe. Am Ende muss man sich trotzdem für so einen Platz qualifizieren. Den kriegt man auch nicht geschenkt, auch nicht, wenn man das Ding schon mal gewonnen hat. Und deswegen bin ich einfach nur zufrieden. Und das sind Tränen des Glücks gerade."

Wie für Lückenkemper war auch für ihre Freundin Rebekka Haase (11,40) im Halbfinale Endstation, Chelsea Kadiri war am Vormittag im Vorlauf ausgeschieden. Immerhin lag Lückenkemper in ihrem Lauf knapp vor ihrer alten DLV-Staffelkollegin Tatjana Pinto (ebenfalls 11,28), die nun für Portugal läuft.

Nun gilt der Fokus der DLV-Sprintasse ganz den Staffeln. Sowohl über die klassischen 4x100 m als auch über die neue Mixed-Staffel rechnen sich Lückenkemper und Co. Medaillenchancen aus.

Auch wenn es für Lückenkemper nach Silber (2018) und Gold 2022 sowie Platz fünf (2024) diesmal nicht zum EM-Finale reichte, wird sie dieses Jahr sicher in bester in Erinnerung behalten - schließlich steht im Herbst die standesamtliche Trauung mit ihrem Verlobten an.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Medien: Manchester City in 114 Anklagepunkten schuldig

Manchester City drohen mehr denn je harte Strafen wegen Verstößen gegen Finanzregeln. Der englische Vizemeister ist laut Medienberichten in allen bis auf einen der 115 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Im schlimmsten Fall könnte der Klub mit einem Punktabzug oder sogar Zwangsabstieg belegt werden.

Formel 1: Russell holt Pole in Baku - Antonelli nur 16.

George Russell hat die Pole Position für den Großen Preis von Aserbaidschan erobert und erhält die vielleicht letzte Chance für einen lohnenden Angriff auf Kimi Antonelli. Der Engländer drehte im Qualifying von Baku am Freitag die mit Abstand schnellste Runde, Mercedes-Teamrivale Antonelli dagegen qualifizierte sich nur für Startplatz 16: Der souveräne WM-Spitzenreiter leistete sich schon im ersten Abschnitt einen Fahrfehler, beschädigte seinen Boliden und schied aus. Die Startplätze zwei und drei holten Charles Leclerc im Ferrari und Oscar Piastri im McLaren - beide lagen bereits acht Zehntelsekunden hinter Russell.

Rummenigge hat nicht für Eberls Vertragsverlängerung gestimmt

Bayern-Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge hat nach eigenen Angaben nicht für die Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Max Eberl gestimmt. "Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich bei der Verlängerung mit Max mit 'Nein' stimmen soll. Erst im Verlauf der Sitzung habe ich mich entschieden, mich zu enthalten", sagte Rummenigge im Gespräch mit der Abendzeitung: "Dazu stehe ich."

Zverevs Chancen steigen: Sinner sagt für Peking ab

Alexander Zverevs Chancen auf den Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste nehmen weiter zu: Wegen anhaltender Knieprobleme hat Jannik Sinner, der derzeit Führende im Ranking aus Südtirol, seine Teilnahme am ATP-Turnier in Peking (ab 30. September) abgesagt. Das gab der Italiener am Freitag in den Sozialen Medien bekannt.

Textgröße ändern: