Deutsche Tageszeitung - "Ein Zeichen": Rückkehr von Stehplätzen bei Klopps Heimdebüt

"Ein Zeichen": Rückkehr von Stehplätzen bei Klopps Heimdebüt


"Ein Zeichen": Rückkehr von Stehplätzen bei Klopps Heimdebüt
"Ein Zeichen": Rückkehr von Stehplätzen bei Klopps Heimdebüt / Foto: © picture-alliance/dpa/SID

Beim Heim-Debüt von Jürgen Klopp am 27. September kann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erstmals seit mehr als 25 Jahren wieder von Stehplätzen aus angefeuert werden. Auch bei UEFA-Spielen der Frauen-Nationalelf und der U21 der Männer werde es wieder Stehplätze geben, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mit und betonte, dies sei "ein Zeichen" für die Bedeutung von Fans und Fankultur.

Textgröße ändern:

"Stehplätze sind ein wichtiger Bestandteil der Fankultur und des Stadionerlebnisses in Deutschland. Aus dem Dialog mit unseren Fans wissen wir, wie groß der Wunsch nach Stehplätzen bei Länderspielen ist", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Deshalb habe sich der Verband in den vergangenen Jahren innerhalb der Europäischen Fußball-Union für die Wiedereinführung von Stehplätzen bei Länderspielen und Turnieren starkgemacht.

"Wir freuen uns, diesen Wunsch nun gemeinsam mit unseren Fans umsetzen zu können, und hoffen, damit einen weiteren Beitrag zur positiven Entwicklung der Stimmung bei Länderspielen zu leisten. Außerdem schaffen wir ein weiteres preisgünstiges Angebot für unsere Fans, denn Fußball ist für alle da", sagte Neuendorf.

Die Anzahl der Stehplätze richtet sich nach Spielort und Paarung. Für die Nations-League-Spiele gegen Griechenland in Augsburg (27. September) und gegen Serbien in München (1. Oktober) werden Tickets ab 18 Euro zu haben sein, Mitglieder des "Fan Clubs Nationalmannschaft" zahlen noch drei Euro weniger. Verkaufsstart ist der 18. August.

Das Fanbündnis "Unsere Kurve" begrüßt die Wiedereinführung. "Stehplatzbereiche bieten den Raum, den es für lebendige Fankultur braucht, und gleichzeitig machen sie den Fußball auch Fans mit kleinerem Geldbeutel zugänglich", sagte Sprecher Thomas Kessen dem SID. Er verband das Lob mit einem Wunsch: "Wir hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht und neben Länderspielen auch bei anderen DFB-Veranstaltungen umgesetzt wird - allen voran beim Pokalfinale."

Die UEFA hatte das generelle, seit 1998 geltende Stehplatzverbot für internationale Wettbewerbe bereits vor der Saison 2022/23 aufgehoben. Deutschland, Frankreich, England, Spanien und Italien, dann zusätzlich auch die Niederlande, Belgien, Schottland, Portugal und Österreich durften Stehplätze in Vereinswettbewerben der Männer wieder öffnen. Für die Saison 2026/27 wird das Programm für die beteiligten Verbände auf alle UEFA-Wettbewerbe ausgeweitet.

Klopp gibt sein Bundestrainer-Debüt am 24. September auswärts - in Amsterdam gegen die Niederlande. Es folgen die Heimspiele gegen Griechenland und Serbien.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Medien: Manchester City in 114 Anklagepunkten schuldig

Manchester City drohen mehr denn je harte Strafen wegen Verstößen gegen Finanzregeln. Der englische Vizemeister ist laut Medienberichten in allen bis auf einen der 115 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Im schlimmsten Fall könnte der Klub mit einem Punktabzug oder sogar Zwangsabstieg belegt werden.

Formel 1: Russell holt Pole in Baku - Antonelli nur 16.

George Russell hat die Pole Position für den Großen Preis von Aserbaidschan erobert und erhält die vielleicht letzte Chance für einen lohnenden Angriff auf Kimi Antonelli. Der Engländer drehte im Qualifying von Baku am Freitag die mit Abstand schnellste Runde, Mercedes-Teamrivale Antonelli dagegen qualifizierte sich nur für Startplatz 16: Der souveräne WM-Spitzenreiter leistete sich schon im ersten Abschnitt einen Fahrfehler, beschädigte seinen Boliden und schied aus. Die Startplätze zwei und drei holten Charles Leclerc im Ferrari und Oscar Piastri im McLaren - beide lagen bereits acht Zehntelsekunden hinter Russell.

Rummenigge hat nicht für Eberls Vertragsverlängerung gestimmt

Bayern-Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge hat nach eigenen Angaben nicht für die Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Max Eberl gestimmt. "Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich bei der Verlängerung mit Max mit 'Nein' stimmen soll. Erst im Verlauf der Sitzung habe ich mich entschieden, mich zu enthalten", sagte Rummenigge im Gespräch mit der Abendzeitung: "Dazu stehe ich."

Zverevs Chancen steigen: Sinner sagt für Peking ab

Alexander Zverevs Chancen auf den Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste nehmen weiter zu: Wegen anhaltender Knieprobleme hat Jannik Sinner, der derzeit Führende im Ranking aus Südtirol, seine Teilnahme am ATP-Turnier in Peking (ab 30. September) abgesagt. Das gab der Italiener am Freitag in den Sozialen Medien bekannt.

Textgröße ändern: