Pleite gegen die Ex: Lippmann verliert EM-Auftakt gegen Bock
Die deutsche Beachvolleyballerin Louisa Lippmann hat beim schnellen Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Partnerin Linda Bock einen Fehlstart in die Europameisterschaft hingelegt. Lippmann und ihre neue Mitspielerin Melanie Paul verloren am Mittwoch in Polen mit 1:2 Sätzen gegen Bock und Lea Kunst - erst im vergangenen Monat hatten sich Lippmann und Bock nach anderthalb gemeinsamen Jahren im Sand getrennt. Nun bescherte das EM-Los gleich ein Aufeinandertreffen in der Gruppenphase von Stare Jablonki.
Es war ein extrem enges Duell der vier Spielerinnen, die sich bestens kennen: Paul und Kunst hatten zuvor ebenfalls ein Duo gebildet. Die beiden entschieden den ersten Satz mit 21:19 für sich, Lippmann und Paul holten Satz zwei mit 22:20 - mussten sich im entscheidenden Durchgang aber mit 13:15 geschlagen geben.
Lippmann ist als ehemalige Hallenspielerin hoch dekoriert, wurde viermal deutsche Meisterin und war fünfmal Deutschlands Volleyballerin des Jahres. Nach dem Wechsel auf Sand qualifizierte sie sich mit der einstigen Olympiasiegerin Laura Ludwig für die Sommerspiele 2024 in Paris, schied dort aber in der Vorrunde aus. Den Kampf um die Qualifikation für Olympia 2028 begann Lippmann mit Bock, sah in diesem Sommer aber die Notwendigkeit für eine Veränderung.
Bei der EM droht Lippmann und Paul nun das Aus in der Gruppenphase, mit einem Sieg im zweiten Spiel am Donnerstag wäre der Sprung in die K.o.-Runde allerdings gesichert. Bock und Kunst können dann sogar den Gruppensieg perfekt machen und damit direkt ins Achtelfinale einziehen. Das Turnier läuft noch bis zum kommenden Sonntag, dabei geht es um mehr als nur die EM-Medaillen: Die Siegerinnen und Sieger sichern ihrem Land einen ersten Startplatz für die Sommerspiele 2028 in Los Angeles.
(W.Budayev--DTZ)