Deutsche Tageszeitung - Mihambo weint: "Mein Herz tut weh"

Mihambo weint: "Mein Herz tut weh"


Mihambo weint: "Mein Herz tut weh"
Mihambo weint: "Mein Herz tut weh" / Foto: © picture-alliance/BEAUTIFUL SPORTS/SID

Malaika Mihambo weinte, ihre Stimme wurde brüchig, kurz blieben ihr ganz die Worte weg - ihre EM-Pleite hat Deutschlands Weitsprung-Königin total mitgenommen. Mihambo gab alles, doch sie verlor ihren Titel und ging sogar komplett leer aus. "Man gibt immer einen Teil von sich selbst und von daher tut es auch weh, wenn es mal nicht reicht", sagte Mihambo völlig geknickt.

Textgröße ändern:

Mihambo hat in ihrer Karriere schon alles gewonnen, wurde Olympiasiegerin, zwei Mal Weltmeisterin, zwei Mal Europameisterin und gewann insgesamt neun Medaillen bei großen Meisterschaften. Diesmal reichten ihre 6,94 m nur zu Platz fünf.

"Ich nehme das wirklich als Privileg wahr, jetzt hier zu stehen und zu sagen: Mein Herz tut weh, weil ich Fünfte geworden bin", sagte Mihambo hinterher. Aber sie sei dankbar, trotz all der Jahre an der Spitze und einigen Problemen "wieder den Spaß am Sport gewonnen zu haben. Und hier zu stehen und zu weinen und traurig zu sein und sagen zu können: Schade, dass es nicht gereicht hat."

Ausgerechnet Mihambo, Mrs. Zuverlässig in der deutschen Leichtathletik, die, die eigentlich immer liefert, konnte diesmal die Erwartungen nicht erfüllen. "Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man", sagte Mihambo, die nicht mit ihrem Anlauf zurechtkam und bei einem Versuch sogar eine richtige "Arschbombe" gemacht habe: "Pech gehabt. Dumm gelaufen für mich".

Gleichzeitig zeigte sich die 32-Jährige aber für die nächsten Jahre gleich wieder kämpferisch. "Ich bin auf dem Weg, einfach weiterzugehen. Und ich habe auch schon dieses Jahr gesagt, dass ich im Training so gut war wie noch nie, viele Bestleistungen aufgestellt habe. Ich bin wieder fokussiert, motiviert und gebe alles jeden Tag", sagte Mihambo, die zuletzt angekündigt hatte, ihre Karriere bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 fortzusetzen.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Zehn Tage Ruhe: Varfolomeev belohnt sich für drei WM-Titel

Die Flugtickets sind seit Samstag gebucht - am Sonntagabend setzte bei Darja Varfolomeev nach dem letzten WM-Wettbewerb und dem erhofften goldenen Abschluss dann langsam auch die Urlaubsstimmung ein. "Es geht für zehn Tage nach Griechenland", verriet die 19-Jährige. Das sei "die beste Belohnung" - für abermals beeindruckende Leistungen bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt am Main sowie insgesamt drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille.

Flag-Football: Vollmer sieht gute Chancen auf olympische Zukunft

Der zweimalige Super-Bowl-Champion Sebastian Vollmer (42) blickt optimistisch in die Zukunft von Flag-Football im olympischen Programm. Er bewertet die Wahrscheinlichkeit, dass die Sportart, die bei den Sommerspielen 2028 in Los Angeles ihr Olympia-Debüt geben wird, auch vier Jahre später in Brisbane dabei ist, als "sehr hoch". "Es kommt natürlich ein bisschen auf die Performance an und wie es aufgenommen wird", sagte Vollmer im SID-Interview im Rahmen der Flag-Football-WM in Düsseldorf.

Mit Schnullergeste zu Gold: Ruppert hat noch viel vor

Frederik Ruppert konnte bei seiner Gala-Vorstellung sogar schon vor dem Ziel jubeln, mit der "Schnuller-Geste" rannte der Top-Favorit die letzten Meter zu EM-Gold über die 3000 m Hindernis. Und grüßte damit seine schwangere Frau. "Ich werde im Januar Papa und das hat mir extrem viel Kraft und Power gegeben dieses Jahr", sagte der Europameister in der ARD.

"Peters Plan": Deutsche Equipe um Jung glänzt auch für Thomsen

Vielseitigkeits-König Michael Jung und seine Silber-Kollegen wussten sofort, wessen Nummer sie nach dem großen Triumph bei der Heim-WM in Aachen als Erstes wählen. Das war "genau dein Plan, Peter", freute sich der frischgebackene Weltmeister, umringt von seinen Teamkameraden strahlte der 44-Jährige nach seiner Glanzleistung mit Partner Chipmunk in die Handykamera.

Textgröße ändern: