Deutsche Tageszeitung - Füllkrug-Rückkehr: "Emotion und Leidenschaft" als Lohn

Füllkrug-Rückkehr: "Emotion und Leidenschaft" als Lohn


Füllkrug-Rückkehr: "Emotion und Leidenschaft" als Lohn
Füllkrug-Rückkehr: "Emotion und Leidenschaft" als Lohn / Foto: © picture alliance/dpa/SID

Niclas Füllkrug lachte. Verzicht auf Geld für die Rückkehr zu Werder Bremen? Das sah der Stürmer etwas anders. "Verzichten tue ich nicht. Ich werde einfach nur in einer anderen Währung bezahlt. Die lautet Emotion und Leidenschaft. Die Liebe und Wertschätzung wird mir jetzt schon entgegengebracht. Was ich hier am Ende hoffentlich bekomme, hätte mir auch kein anderer Klub in der Währung geben können", sagte er bei seiner Vorstellung am Mittwoch.

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Am Dienstag hatte Werder mitgeteilt, dass sie den 33-Jährigen für ein Jahr vom englischen Premier-League-Absteiger West Ham United ausleihen. "Natürlich fühlt sich eine Leihe nach Hause etwas merkwürdig an. Nach Hause leiht man sich eigentlich nicht aus. Dementsprechend muss man schauen, wie das am Ende dann ausgeht. Aber ich fühle mich erst mal wohl, dass ich wieder hier bin", sagte er.

Füllkrug hatte seine Profikarriere vor 14 Jahren bei Werder begonnen und spielte später von 2019 bis 2023 erneut für den Klub. An der Weser avancierte er in der Spielzeit 2022/23 zum Nationalspieler und zum Bundesliga-Torschützenkönig. Anschließend lief er für eine Saison für Borussia Dortmund auf und wechselte schließlich nach England. Dort konnte sich Füllkrug nicht durchsetzen. Im Januar 2026 wechselte er auf Leihbasis zur AC Mailand.

Füllkrug räumte derweil ein: "Wenn die ganzen Umstände drumherum nie eine Rolle gespielt hätten, wie persönliche Erfolge, finanzielle Situationen, Champions League, Nationalmannschaft, wäre es wahrscheinlich nie ein Thema gewesen, von Werder wegzuwechseln. Ich habe hier meine ganze Jugend verbracht. Ich habe irgendwann einen Schritt in mir zugelassen, dass ich nicht nur für den Verein arbeite, sondern auch Fan bin."

Die Teilnahme an der WM 2026 in Nordamerika hatte Füllkrug derweil verpasst. Hinsichtlich Ambitionen auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft unter Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp hielt er sich bedeckt. "Darüber möchte ich gar nicht reden. Ich möchte jetzt hier bei Werder spielen. Alle anderen Themen lassen wir mal außen vor", sagte er. Am besten sei es, "Leistung zu bringen und dann schaue, was passiert". Er sei aber auch nicht nach Bremen gekommen, weil er "irgendwie die Karriere ausklingen lassen will."

(O.Zhukova--DTZ)

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