Deutsche Tageszeitung - Russell gewinnt Sprint in Zandvoort

Russell gewinnt Sprint in Zandvoort


Russell gewinnt Sprint in Zandvoort
Russell gewinnt Sprint in Zandvoort / Foto: © picture-alliance/AP/SID

Mercedes-Pilot George Russell hat in der Formel 1 seinen dritten Sprintsieg der Saison gefeiert und sein bislang perfektes Wochenende in Zandvoort fortgesetzt. Der Polesetter gewann am Samstag souverän vor Ferrari-Fahrer Charles Leclerc und Weltmeister Lando Norris im McLaren. Zuvor hatte Russell bereits die Kurzrennen in China und Kanada für sich entschieden.

Textgröße ändern:

Auch in der neuen Formel 1 blieben auf dem Kurs in den Dünen Überholmanöver Mangelware. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli belegte Rang vier und baute im Titelrennen seinen Vorsprung auf Rekordweltmeister Lewis Hamilton, der nur Siebter wurde, auf 53 Punkte aus. Russell, der das Momentum nun auch in die Qualifikation für das Hauptrennen (16.00 Uhr/NITRO und Sky) mitnehmen will, verkürzte derweil seinen Rückstand auf den Italiener auf 56 Zähler.

Lokalmatador Max Verstappen belegte vor Hamilton Rang sechs. Bislang läuft das Heimspiel für den viermaligen Weltmeister, der am Donnerstag seinen Vertrag bei Red Bull bis 2030 verlängert hatte, nicht nach Plan.

Nach seinem enttäuschenden 14. Platz in der Qualifikation kassierte Nico Hülkenberg auch im Sprint einen bitteren Rückschlag. Aufgrund eines Motorproblems bei seinem Audi musste er einen Konkurrenten nach dem anderen vorbeiziehen lassen, schnell war der Emmericher nur noch auf Rang 21. "Stell das Auto ab", teilte ihm sein Team in Runde sechs mit. Kurz vor Ende kehrte Hülkenberg dann aber nochmal auf die Strecke zurück.

Vor dem Kurzrennen war der Blick immer wieder gen Himmel und Richtung Regenradar gegangen - doch die Piloten starteten bei trockenen Bedingungen. Fast alle Piloten gingen den Sprint mit den Mediums an, nur Leclerc und Oliver Bearman im Haas setzten auf die weichere Mischung.

Russell, der sich am Freitag etwas überraschend seine dritte Sprint-Pole des Jahres gesichert hatte, verteidigte beim Start Platz eins erfolgreich, dahinter schnappte sich Antonelli von Oscar Piastri den vierten Rang. Lange tat sich dann wenig, erst in der Schlussphase sorgte Leclerc mit seinem Überholmanöver gegen Norris für ein Highlight.

Am Sonntag steigt dann der vorerst letzte Grand Prix in Zandvoort (15.00 Uhr/RTL und Sky). Trotz großer Beliebtheit bei den Fahrern fehlt der Traditionskurs, der erst 2021 sein Comeback in der Königsklasse gefeiert hatte, ab der kommenden Saison im Rennkalender der Formel 1.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Hütters bitteres Heim-Comeback: Augsburg erstmals Spitzenreiter

Adi Hütter hat nach 1933 Tagen ein ganz bitteres Heim-Comeback als Trainer von Eintracht Frankfurt erlebt. Die lange Zeit klar überlegene Elf des Österreichers verlor gegen den gnadenlos effektiven FC Augsburg mit 1:4 (1:0) und ließ wegen erneuter Defensivschwächen den ersten Saisonsieg leichtfertig liegen. Stattdessen übernahmen die Fuggerstädter mit nun sechs Punkten und einem Torverhältnis von 7:1 erstmals in der Vereinsgeschichte die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga.

Souverän in Valencia: Barcelona nutzt Real-Patzer

Der FC Barcelona hat den Patzer des Erzrivalen Real Madrid genutzt und sich mit dem vierten Sieg im vierten Spiel an der Tabellenspitze abgesetzt. Die Katalanen von Trainer Hansi Flick gewannen am Sonntag beim FC Valencia deutlich mit 5:0 (2:0) und wahrten ihre weiße Weste. Nach der Niederlage von Real am Freitag bei Betis Sevilla (0:1) beträgt der Vorsprung in der spanischen La Liga auf die Königlichen drei Zähler.

Nächste Klatsche: Eisbären verlieren auch in Davos

Fehlstart perfekt: Der deutsche Eishockey-Meister Eisbären Berlin hat in der Champions Hockey League (CHL) auch das zweite Spiel verloren. Zwei Tage nach der 2:6-Pleite bei Servette Genf unterlagen die Berliner am Sonntag beim Schweizer Vizemeister HC Davos mit 2:8 (0:3, 1:3, 1:2). Nationalspieler Leo Pföderl (35., 43.) erzielte beide Treffer für die Eisbären, konnte die deutliche Niederlage aber nicht verhindern.

Vuelta: Van Aert gewinnt auch 15. Etappe

Der belgische Radstar Wout van Aert hat bei der Spanien-Rundfahrt die wegen großer Hitze verkürzte 15. Etappe gewonnen. Am Tag nach dem ersten deutschen Tagessieg von Marco Brenner setzte sich der 31-Jährige nach nur 110,7 von ursprünglich geplanten 189,7 km in Córdoba im Sprint einer fünfköpfigen Ausreißergruppe durch. Van Aert hatte bereits die 13. Etappe am Freitag gewonnen, in Córdoba hatte er zudem schon 2024 triumphiert.

Textgröße ändern: