Deutsche Tageszeitung - WM-Fazit: Beckers "große Freude" - und eine Sorge

WM-Fazit: Beckers "große Freude" - und eine Sorge


WM-Fazit: Beckers "große Freude" - und eine Sorge
WM-Fazit: Beckers "große Freude" - und eine Sorge / Foto: © dpa/picture-alliance/SID

Trotz der verpassten Medaille seiner Springreiter-Schützlinge zum Abschluss blickt Bundestrainer Otto Becker voller Freude auf die Weltmeisterschaften in Aachen zurück. "Grundsätzlich sehr positiv", falle sein Fazit aus, "mit der Team-Goldmedaille war es natürlich überragend. Das war wirklich ein Erlebnis, wir haben souverän vor diesem Publikum zu Hause gewonnen, das war eine große Freude", sagte Becker im ZDF. Trotz des Triumphes seiner Mannschaft in der Soers blickte er aber auch etwas sorgenvoll in die Zukunft.

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Angesprochen etwa auf das nächste ganz große Highlight, die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles, dämpfte Becker die ganz große Erwartungshaltung erst einmal. Es sei für seine Reiter "immer das Schwierigste, die Pferde im Land zu behalten", so der 67-Jährige.

Das Problem, dass viele talentierte Vierbeiner international weggekauft werden, habe Deutschland nicht exklusiv, "aber ich erwarte das schon extrem in den nächsten drei Jahren", sagte er: "Im Moment" seien seine Reiter aber "noch konkurrenzfähig".

Deswegen freute sich Becker erst einmal über die erfolgreiche Woche, an deren Ende die Team-Weltmeister Marcus Ehning, Sophie Hinners und vor allem Daniel Deußer nur knapp an den Einzelmedaillen vorbeigesprungen waren. "Heute war ein bisschen enttäuschend. Nach dem Lauf, den wir im Team hatten, hat das Quäntchen Glück gefehlt", resümierte er.

Um das deutsche Springreiten, das hätten die Wettkämpfe bewiesen, stehe es grundsätzlich gut: "Bei uns ist es in jedem Nationenpreis und jedem Grand Prix unheimlich eng. Wir gehören da zur Weltspitze." Auch wenn am Sonntag das Glück nicht mit den Deutschen war, freue er sich über "drei Paare unter den besten Zehn. Da bin ich guter Dinge für die Zukunft."

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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