Deutsche Tageszeitung - Trotz Schrecksekunde: Pogacar mit nächstem Etappensieg

Trotz Schrecksekunde: Pogacar mit nächstem Etappensieg


Trotz Schrecksekunde: Pogacar mit nächstem Etappensieg
Trotz Schrecksekunde: Pogacar mit nächstem Etappensieg / Foto: © SID

Radsport-Superstar Tadej Pogacar hat bei der Vuelta a Espana eine Schrecksekunde erlebt, die Jagd nach dem ersten Gesamtsieg mit seinem dritten Tagessieg aber unbeeindruckt fortgesetzt. Der Weltmeister zeigte auch auf der sechsten Etappe seine ganze Klasse, nach 177,4 Kilometern von Alcossebre nach Castelló ließ Pogacar seinem Fluchtkollegen Enric Mas im Sprint keine Chance.

Textgröße ändern:

Nach einer Attacke am Puerto El Bartalo rund 25 Kilometer vor dem Ziel, mit bis zu 14,4 Prozent Steigung die größte Schwierigkeit der Etappe, distanzierte Pogacar die Klassement-Konkurrenz spielerisch. Schnell schloss der Slowene vom Team UAE Emirates-XRG zum Ausreißer Mas (Movistar) auf. Auf der Abfahrt versteuerte sich der Dominator aber in einer Kurve, kam von der Strecke ab, doch verhinderte in höchster Not einen Sturz. Anschließend machte das Duo den Sieg auf den letzten flachen Kilometern unter sich aus.

Die Verfolgergruppe kam 46 Sekunden später ins Ziel. Platz drei sicherte sich Ramses Debruyne (Alpecin-Premier Tech). Felix Gall (Decathlon-CMA CGM) und der viermalige Gesamtsieger Primoz Roglic vom deutschen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe kamen zeitgleich mit dem Belgier an.

Pogacar, der mit seinem ersten Vuelta-Erfolg seine Titelsammlung bei großen Rundfahrten komplettieren will, liegt nun mit 3:34 Minuten Vorsprung an der Spitze. Neuer Zweiter ist Mas vor Pogacars Landsmann Roglic (+4:21).

Für Joshua Tarling geht die Vuelta dagegen nicht weiter, der junge Brite beendete sein Rennen früh. Der 22-Jährige habe sich entschieden auszusteigen, teilte sein Team Netcompany Ineos mit. Die Teilnahme hatte Tarling seinem verstorbenen Bruder Finlay gewidmet, vor fast zwei Wochen war der 19-Jährige bei der Portugal-Rundfahrt tödlich verunglückt.

Für Marco Brenner lief das Rennen an seinem 24. Geburtstag dagegen nicht optimal, die deutsche Nachwuchshoffnung stürzte 83 Kilometer vor dem Ziel. Der Profi des Schweizer Teams Tudor Pro Cycling konnte aber weiterfahren.

Am Freitag geht es ins Hochgebirge, anspruchsvolle 149,8 km über insgesamt 3597 Höhenmeter gilt es ab Vall d'Alba zu absolvieren. Insgesamt fünf Bergwertungen stehen bis zur Bergankunft im Skigebiet Aramón Valdelinares auf dem Plan. Die nächste Attacke von Pogacar dürfte folgen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Beim Doppelpack: DBB-Frauen verpatzen Generalprobe für Heim-WM

Gut eine Woche vor Beginn der Heim-WM haben die deutschen Basketballerinnen beim Double-Header in Köln ihre Generalprobe verpatzt und vor dem Highlight einen weiteren Rückschlag kassiert. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange unterlag der Türkei 62:63 (40:30), es war die dritte Niederlage im dritten und letzten Vorbereitungsspiel für das Turnier (4. Bis 13. September).

UEFA gibt Boykott-Drohung auf - und fordert Infantino-Rückzug

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat ihre Boykott-Haltung als Reaktion auf den inzwischen verworfenen FIFA-Investorenplan wie erwartet aufgegeben - Gianni Infantino aber indirekt zum Rücktritt aufgefordert. Sollte sich der Chef des Weltverbandes beim Kongress im März 2027 erneut zur Wahl stellen, werde die UEFA "sicherstellen, dass den Mitgliedsverbänden eine glaubwürdige Alternative angeboten wird", hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees, der europäischen Mitglieder des FIFA-Councils und der Präsidenten der UEFA-Nationalverbände.

"Lange Ferien" beendet: Goretzka wechselt zu Aston Villa

Leon Goretzka hat nach monatelanger Suche endlich einen neuen Verein gefunden. Der 31-Jährige wechselt nach acht Jahren beim FC Bayern in die englische Premier League zu Europa-League-Sieger Aston Villa. Das gab der Klub aus Birmingham am Donnerstag in einer kurzen Mitteilung bekannt. Für den 73-maligen Nationalspieler ist es die erste Station im Ausland.

Sebastian Polter wechselt als Spieler-Trainer nach Wilhelmshaven

Sebastian Polter hat den Wechsel vom serbischen Verein Partizan Belgrad zum SV Wilhelmshaven vollzogen. Der 35-jährige Ex-Bundesligist tritt in seiner Geburtsstadt künftig als Spieler-Trainer an und arbeitet dabei eng mit Chefcoach Bi Le Tran zusammen, um die Mannschaft in der Oberliga zu etablieren.

Textgröße ändern: