Deutsche Tageszeitung - Krösche sagt TV-Interview ab, Aufsichtsrat berät nach Transferschluss

Krösche sagt TV-Interview ab, Aufsichtsrat berät nach Transferschluss


Krösche sagt TV-Interview ab, Aufsichtsrat berät nach Transferschluss
Krösche sagt TV-Interview ab, Aufsichtsrat berät nach Transferschluss

Markus Krösche sagte nach dem 3:3 bei Union Berlin ein Sky-Interview ab und kommentierte Trennungsberichte nicht.

Textgröße ändern:

Die Diskussion über Markus Krösches Zukunft bei Eintracht Frankfurt setzte sich nach dem 3:3 bei Union Berlin fort. Der Sportvorstand sagte ein vorgesehenes Sky-Interview ab. Gegenüber schreibenden Journalisten erklärte er nur, über Fussball sprechen zu wollen.

Berichten zufolge könnte seine nach fünf überwiegend erfolgreichen Jahren andauernde Amtszeit schon im September enden. Sein Vertrag läuft bis 2028. Zunächst arbeitet Krösche bis zum Ende des Transferfensters am Dienstag um 20 Uhr an weiteren Verpflichtungen. Einen Tag später kommt der Aufsichtsrat unter Mathias Beck zusammen.

Als Konfliktfeld gelten unterschiedliche Vorstellungen Krösches und Trainer Adi Hütters bei Transfers. Krösche achtet auf den späteren wirtschaftlichen Mehrwert, um die verlangten Überschüsse zu erzielen. Hütter benötigt möglichst erfahrene Spieler, die sofort helfen. Er bezeichnete das Verhältnis zu Krösche dennoch als sehr ordentlich.

Sky-Experte Dietmar Hamann rechnet angesichts der öffentlich gewordenen Informationen mit einer Trennung. Als weitere Belastungen gelten Krösches Kontakte zur AC Mailand und ein 2022 über die Frau des Beraters Andy Bara erworbenes Grundstück in Kroatien. Krösche meldete den Kauf damals nicht beim Verein. Nach Prüfung der Dokumente stellte der Aufsichtsrat jedoch kein Fehlverhalten fest.

Sportlich stand unmittelbar zuvor das 3:3 in Berlin im Vordergrund. Krösche äusserte sich erst nach der Partie kurz gegenüber den Printmedien, während Hütter in der Pressekonferenz erklärte, ihn beschäftige vor allem das Ergebnis. Gleichzeitig laufen die Transfergespräche weiter; der Trainer erwartet nach eigener Aussage noch den einen oder anderen Spieler.

Der Grundstückskauf war mit dem Umfeld des Beraters Andy Bara verbunden, dessen Name auch bei der Verpflichtung von Trainer Albert Riera auftauchte. Obwohl Krösche den Erwerb nicht gemeldet hatte, ergab die interne Prüfung keinen Verstoss. Die aktuelle Debatte betrifft daher vor allem die künftige sportliche und organisatorische Zusammenarbeit.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Mit 100. Tor: Messi köpft Miami zum nächsten Titel

Jubiläumstor und Vorlage: Superstar Lionel Messi hat seinen Klub Inter Miami im Campeones Cup zum nächsten Titel geführt. Im jährlichen Duell zwischen dem Meister der Major League Soccer und dem Champion der mexikanischen Liga MX setzten sich Messi und Co. mit 2:0 (1:0) gegen Cruz Azul durch.

Klopp legt los - erster Kader um 10.00 Uhr

Die Jürgen-Klopp-Revolution beginnt - der neue Bundestrainer deckt seine Karten auf. Um 10.00 Uhr wird er auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main den ersten Kader seiner Amtszeit verkünden. Was ist zu erwarten?

Andrich trotz Dreier kritisch: "Kein gutes Spiel von uns"

Auftaktsieg ja, Zufriedenheit nein: Robert Andrich hat bei Bayer Leverkusen beim ersten Auftritt in der Europa League wie schon in der Fußball-Bundesliga noch viel Luft nach oben ausgemacht. "Man muss kein Fußballexperte sein, um zu erkennen, dass das heute kein gutes Spiel von uns war. Es war unter dem Strich nicht ganz das, was wir wollten", sagte Chefkritiker Andrich nach dem mühsamen 2:0 (1:0) gegen NK Celje und resümierte: "So kannst du insgesamt nicht den Pokal holen, den wir holen wollen."

Ilzer auf Kreta: "Favoritenrolle gewinnt keine Spiele"

Vor seinem ersten Europa-Auftritt mit der TSG Hoffenheim hat Trainer Christian Ilzer vor dem gegnerischen Außenseiter von der Urlaubsinsel gewarnt. "Die Favoritenrolle ist immer nur eine Etikette, die gewinnt keine Spiele", sagte der Österreicher vor dem ersten Europa-League-Spiel mit den Hoffenheimern bei OFI Kreta in Griechenland.

Textgröße ändern: