Deutsche Tageszeitung - Tiebreak-Krimi: Volleyballerinnen im EM-Viertelfinale

Tiebreak-Krimi: Volleyballerinnen im EM-Viertelfinale


Tiebreak-Krimi: Volleyballerinnen im EM-Viertelfinale
Tiebreak-Krimi: Volleyballerinnen im EM-Viertelfinale / Foto: © picture alliance/Anadolu/SID

Die deutschen Volleyballerinnen haben bei der EM ihr Minimalziel erreicht und sich in einem Tiebreak-Krimi in das Viertelfinale gekämpft. Die Mannschaft von Bundestrainer Giulio Bregoli setzte sich am Dienstag in einem intensiven Achtelfinale in Istanbul mit 3:2 (20:25, 25:21, 25:20, 25:27, 15:8) gegen Belgien durch und steht damit erstmals seit sieben Jahren auf europäischer Bühne wieder in der Runde der besten acht Teams.

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Einen großen Anteil am Weiterkommen hatte wieder einmal Außenangreiferin Leana Grozer, die als Topscorerin überragende 28 Punkte beisteuerte. Im Viertelfinale, das am Donnerstag ebenfalls in Istanbul stattfindet, könnte es zu einem schnellen Wiedersehen mit Gastgeber Türkei kommen. Die Mitfavoritinnen, die der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) in der Gruppenphase bereits eine 1:3-Niederlage zugefügt hatten, treffen am Abend (18.00 Uhr) auf Aserbaidschan.

In das Duell mit dem Überraschungsteam Belgien, das sich als ungeschlagener Spitzenreiter in der Gruppe C vor den Niederlanden durchgesetzt hatte, war das DVV-Team selbstbewusst gegangen. Das Viertelfinale sei das "Minimalziel", hatte Diagonalangreiferin Emilia Weske nach der Vorrunde, die Deutschland lediglich auf Platz vier abgeschlossen hatte, betont.

Das bis dahin letzte Aufeinandertreffen hatte das DVV-Team im Sommer für sich entschieden. Co-Kapitänin Lina Alsmeier hatte dem 3:0 in der Nations League jedoch keine große Bedeutung beimessen wollen. "Wir kennen Belgien und haben schon einmal gegen sie gespielt", hatte die 26-Jährige erklärt: "Trotzdem ist das jetzt ein neues Spiel und eine neue Situation."

Das war der deutschen Mannschaft in der Anfangsphase anzumerken. Bregoli sah sich nach einem wackligen Start beim Stand von 1:5 dazu gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Das DVV-Team kämpfte sich allmählich in die Partie, vor allem Co-Kapitänin Camilla Weitzel setzte im Angriff und Aufschlag erste Akzente. Dennoch musste Deutschland den ersten Satz verdient abgeben.

Auch im zweiten Durchgang war das deutsche Spiel von Schwankungen geprägt. Doch Grozer kam nun in Schwung, die eingewechselte Zuspielerin Hannah Kohn brachte zudem auch Diagonalangreiferin Weske besser in Position. Nach zwei Satzgewinnen legte das DVV-Team im vierten Satz nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Punkte-Rückstand eine Aufholjagd hin, konnte die beiden Matchbälle aber nicht nutzen. Die Partie blieb umkämpft.

(L.Møller--DTZ)

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