Deutsche Tageszeitung - Regionalliga-Reform: DFB plant für Abstimmung

Regionalliga-Reform: DFB plant für Abstimmung


Regionalliga-Reform: DFB plant für Abstimmung
Regionalliga-Reform: DFB plant für Abstimmung / Foto: © picture-alliance/Eibner-Pressefoto/SID

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) treibt seine Pläne für eine Regionalliga-Reform voran. Wie der Verband am Freitag mitteilte, soll auf einem Außerordentlichen Bundestag am 18. Dezember auf Grundlage des sogenannten Kompass-Modells über eine neue Struktur der vierten Spielklasse entschieden werden. Demnach sei DFB-Generalsekretär Holger Blask mit der Vorbereitung beauftragt worden.

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Das Modell sieht eine Reduzierung von aktuell fünf auf vier Regionalliga-Staffeln vor. Das hätte zur Folge, dass alle Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen könnten. Derzeit verfügen lediglich die Meister der Regionalligen West und Südwest über ein automatisches Aufstiegsrecht. Die Titelträger der Staffeln Nord, Nordost und Bayern stellen im Rotationsverfahren einen weiteren Direktaufsteiger, während die beiden übrigen Meister in Hin- und Rückspiel den vierten Aufsteiger ermitteln.

"Die Aufstiegsregelung in der Regionalliga beschäftigt den deutschen Fußball seit Jahren. Sie muss jetzt gelöst werden", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in der Verbandsmitteilung: "Das Kompass-Modell hat in den Abstimmungen der Regionalliga-Träger unter den Vereinen bundesweit die meisten Stimmen erhalten. Es bietet auch die Chance auf eine Leistungsverdichtung und somit eine stärkere Talententwicklung."

Nach dem Kompass-Modell sollen die Vereine flexibel nach geografischen Kriterien auf vier Staffeln verteilt werden. Ziel ist eine möglichst ausgewogene und regionale Zuordnung der Klubs, Derbys sollen weiter stattfinden. Jede Liga bestünde aus 20 Mannschaften, die Saison 2027/2028 wäre laut DFB als Qualifikationssaison vorgesehen, die Umsetzung der Viergleisigkeit würde entsprechend zur Saison 2028/2029 erfolgen.

Ende Juni war ein Reformversuch der Regionalligen gescheitert. Während im Westen (60,9 Prozent), Norden (61,5) und Nordosten (76,3) die Klub-Verantwortlichen das Kompass-Modell favorisierten, stimmten im Südwesten 93,1 Prozent für das Regionenmodell, nach dem zwei Staffeln aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern gebildet würden. In Bayern sprachen sich 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle aus.

Der DFB verwies in seiner Mitteilung jedoch auf eine in Summe bundesweite Mehrheit von 50,6 Prozent für das Kompass-Modell.

(V.Korablyov--DTZ)

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Amateurfußball: Weniger Vorfälle - mehr Abbrüche

Im deutschen Amateurfußball haben Gewalt und Diskriminierung in der vergangenen Saison in ähnlichem Umfang wie im Vorjahr stattgefunden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) berichtete am Freitag in seinem jährlichen "Lagebild Amateurfußball" über 5450 gemeldete Gewalt- oder Diskriminierungsvorfälle in 1,284 Millionen Begegnungen. Der Wert sank damit zum dritten Mal in Folge, im Vorjahr hatten die Schiedsrichter 5566 Zwischenfälle festhalten müssen (Saison 2023/24: 5836 Vorfälle). Gleichzeitig stieg die Anzahl der Spielabbrüche von 825 auf 842.

DFB wird Vereine an Polizeikosten beteiligen

Der Deutsche Fußball-Bund(DFB) wird künftig anfallende Polizeikosten im Rahmen von Hochrisikospielen "mindestens anteilig an den jeweiligen Heimverein weitergeben". Dies sieht ein Beschluss vor, den das DFB-Präsidium am Freitag getroffen hat. Der DFB sei hierzu "aufgrund der bestehenden Vermögensbetreuungspflicht grundsätzlich auch verpflichtet", hieß es weiter. "Sollte der DFB Gebührenbescheide für Polizeikosten erhalten, werden wir die Kosten an die jeweiligen Vereine weiterreichen", sagte Präsident Bernd Neuendorf.

FC Bayern vor Vertragsverlängerung mit Freund

Sportdirektor Christoph Freund steht offenbar kurz vor einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern. "Wir haben immer gesagt, dass wir zunächst die Verträge der beiden Vorstände verlängern wollen. Und dass wir anschließend natürlich mit Christoph sprechen, das tun wir. Und deswegen bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir dieses offene Thema dann auch kurzfristig lösen", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nach dem 5:0 (0:0) zum Champions-League-Auftakt gegen FK Bodö/Glimt.

Kane: Keine schnelle Einigung bei Vertragsverlängerung

Stürmerstar Harry Kane geht bei seiner angestrebten Vertragsverlängerung mit dem FC Bayern nicht von einer schnellen Einigung aus. "Ich rechne nicht damit, dass es in der nächsten oder übernächsten Woche erledigt ist", sagte Kane nach dem 5:0 (0:0) in der Champions League gegen den FK Bodö/Glimt, "aber hoffentlich sollten wir im Laufe der nächsten ein bis zwei Monate dahin kommen, wo wir hinwollen."

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