Deutsche Tageszeitung - Bundestag stimmt zu: "Frauen-DFL" beschlossene Sache

Bundestag stimmt zu: "Frauen-DFL" beschlossene Sache


Bundestag stimmt zu: "Frauen-DFL" beschlossene Sache
Bundestag stimmt zu: "Frauen-DFL" beschlossene Sache / Foto: © picture-alliance/HMB Media/SID

Im deutschen Frauenfußball beginnt mit der Ausgliederung der Bundesliga eine neue Zeitrechnung. Im Rahmen des Außerordentlichen Bundestags des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) machten die Delegierten bei der digitalen Zusammenkunft am Freitag den Weg für die neue "Frauen-DFL" frei. Die 233 Teilnehmer stimmten einstimmig den notwendigen Satzungsänderungen für die Ausgliederung der Frauen-Bundesliga zu und billigten damit die vertraglichen Grundlagen für die Übertragung der Liga auf den Ligaverband FBL.

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Der Grundlagenvertrag tritt zum 1. Juli des kommenden Jahres in Kraft, er regelt die Eckpunkte der Zusammenarbeit in der dann zweigleisigen Verbandsstruktur. Der FBL e.V. wird ordentliches Mitglied im DFB, die Ligaverbands-Präsidentin Katharina Kiel nimmt als Vize-Präsidentin einen Platz im DFB-Präsidium ein. Der Ligaverband kümmert sich künftig um die Durchführung und Vermarktung der Bundesliga. Die Verantwortung für die Nationalmannschaften, den Jugendbereich und untere Spielklassen bleibt allerdings beim DFB.

Bereits Ende Juni hatten die 14 Klubs der Frauen-Bundesliga auf der Mitgliederversammlung der FBL dem ausgehandelten Grundlagenvertrag zugestimmt, ehe sich Anfang September auch auf einen Pachtvertrag verständigt wurde. "Der internationale Wettbewerb ist intensiver geworden, andere investieren erheblich. Unser gemeinsamer Anspruch muss es sein, den Frauenfußball dauerhaft in der Spitze zu verankern", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in Frankfurt: "Es ist eine bedeutende Richtungsentscheidung und wichtige Weichenstellung. Die Zukunft des Fußballs wird weiblicher sein."

Ursprünglich wollten der DFB und die FBL ein Joint Venture gründen, um die Professionalisierung der Bundesliga gemeinsam voranzutreiben. Doch nach einem Streit um Entscheidungsbefugnisse machten die 14 Klubs ihr eigenes Ding und verabschieden sich ein Vierteljahrhundert nach den Männern nun ebenfalls vom Deutschen Fußball-Bund verabschieden. Um nicht weiter von der internationalen Konkurrenz abgehängt zu werden, sollen von der FBL in den nächsten Jahren 700 bis 800 Millionen Euro investiert werden.

(P.Hansen--DTZ)

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