Deutsche Tageszeitung - Trainer-Ikone Peter Hermann ist tot

Trainer-Ikone Peter Hermann ist tot


Trainer-Ikone Peter Hermann ist tot
Trainer-Ikone Peter Hermann ist tot / Foto: © picture-alliance/Ulrich Wagner/SID

Der deutsche Fußball trauert um Peter Hermann. Der einstige Bundesligaprofi und langjährige Trainer verstarb am Samstag im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit, das teilten seine früheren Klubs Bayern München und Bayer Leverkusen mit. "Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie, den Angehörigen und den vielen Weggefährten", sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer. Auch in Leverkusen trauert der Klub "um eine ganz große Persönlichkeit des deutschen Fußballs", sagte Geschäftsführer Simon Rolfes.

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Hermann litt bereits seit einiger Zeit an der Nervenkrankheit ALS. "Vor ein, zwei Monaten habe ich noch versucht, mit ihm zu sprechen, das war gar nicht mehr möglich", sagte Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac am Samstagabend bei Sky. Damals, sagte Kovac, sei Hermanns Tochter ans Telefon gegangen. "Seine Krankheit war leider unheilbar. Ich bin tieftraurig, ein guter Mensch hat uns verlassen."

Hermann machte sich in Deutschland besonders als Co-Trainer einen Namen, in mehr als 1000 Spielen stand er für verschiedene Vereine in dieser Funktion an der Seitenlinie. Neben Leverkusen und München gehörten auch der 1. FC Nürnberg, Schalke 04, der Hamburger SV und Borussia Dortmund zu seinen Stationen.

"Der Fußball lebt nicht zuletzt von Persönlichkeiten wie Peter Hermann, die nicht immer im Rampenlicht stehen und dennoch dafür sorgen, dass immer alles glänzt", sagte Hainer. Die erfolgreichste Zeit erlebte Hermann beim FC Bayern, bei dem er zunächst zwischen 2011 und 2013 zum Trainerteam von Jupp Heynckes gehörte, das historische Triple im Jahr 2013 sei "auch mit seinem Namen verbunden", so Hainer.

Als Heynckes im Herbst 2017 ein zweites Mal die Bayern übernahm, kehrte auch Hermann noch einmal nach München zurück. Im Sommer 2022 heuerte er zudem beim BVB an, verließ den Klub im Dezember desselben Jahres jedoch aus gesundheitlichen Gründen und beendete die Karriere als Trainer.

(V.Sørensen--DTZ)

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