Deutsche Tageszeitung - Koch und das deutsche Team wittern ihre WM-Chance

Koch und das deutsche Team wittern ihre WM-Chance


Koch und das deutsche Team wittern ihre WM-Chance
Koch und das deutsche Team wittern ihre WM-Chance / Foto: © SID

In der Rolle der Außenseiterin fühlt sich Franziska Koch pudelwohl. "Ich bin eigentlich ganz gerne der Underdog", sagte die deutsche Meisterin vor dem Höhepunkt der Straßenrad-WM in Montréal: "Es wäre natürlich schön, am Ende vorne mitspielen zu können. Aber man muss auch schauen, wie der Tag läuft. Wir haben ja noch andere Karten im Team zu spielen."

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Wenn am Samstag (ab 15.00 Uhr/ZDF-Livestream und Eurosport) eine neue Weltmeisterin im Straßenrennen der Frauen gesucht wird, ist mit Koch und einem starken deutschen Team durchaus zu rechnen. Paris-Roubaix-Siegerin Koch, die zum WM-Auftakt Bronze im Einzelzeitfahren gewann, wittert gemeinsam mit der Tour-Vierten Antonia Niedermaier, Liane Lippert, Ricarda Bauernfeind und Linda Riedmann ihre Chance.

"Wir haben hier eine sehr, sehr starke Mannschaft", sagte Koch: "Wir haben fünf super starke Fahrerinnen am Start. Von daher ist das schon eine gute Situation." Die deutschen Chancen ruhen auf dem 180,1 km langen Kurs mit 2570 Höhenmetern dabei eher in der taktischen Geschlossenheit und einem guten Rennverlauf als in einer einzelnen Topfavoritin.

Die niederländische Tour-Siegerin Demi Vollering, im Alltag Kochs Teamkollegin bei der Equipe FDJ United-SUEZ, steht im Mittelpunkt. Hinter ihr gehören Lotte Kopecky (Belgien) und Elisa Longo Borghini (Italien) zu den wichtigsten Namen. Auch Titelverteidigerin Magdeleine Vallières aus Kanada sowie Marlen Reusser (Schweiz) oder Kasia Niewiadoma (Polen) sind Kandidatinnen für eine entscheidende Rolle.

"Weltmeisterschaften sind schon immer speziell. Man hat die großen Favoritinnen, fährt aber nicht mit seinen normalen Teamkolleginnen. Deswegen weiß man nie, ob vielleicht in irgendeiner Nation mehrere Karten gespielt werden und man sich untereinander nicht ganz einig ist", sagte Koch.

Herrscht im Team von German Cycling Einigkeit, ist das erste WM-Podest seit 2014 möglich. "Ich hoffe, dass wir ein ganz gutes Rennen haben und dass es jetzt endlich mal wieder nach vielen Jahren für eine Medaille reicht", sagte Lippert, die selbst mehrfach knapp scheiterte.

(G.Khurtin--DTZ)

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