Ernüchterung in Italien: "War das schon alles?"
Kein Tor, wenig Ideen und eine verdiente Heimpleite: Das 0:2 (0:1) gegen Belgien bei der Rückkehr von Nationaltrainer Roberto Mancini hat in Italien für lange Gesichter gesorgt. "Italien, war das schon alles? Das war nicht der Neuanfang, den wir uns vorgestellt hatten - weder ein Sieg noch ein ansehnliches Spiel", schrieb die Gazzetta dello Sport nach der Niederlage zum Start in die Nations League.
Nach drei verpassten Weltmeisterschaften in Folge sollte unter Mancini eigentlich alles besser werden. Nach den Gegentoren durch Mika Godts von Paris Saint-Germain (20.) und Benficas Dodi Lukebakio (69.) gab es stattdessen Pfiffe. "Die Buhrufe sind verständlich", gab Mancini gegenüber Rai zu.
Insgesamt war der Coach, der 2023 dem Lockruf saudi-arabischen Geldes gefolgt war und nun seine zweite Amtszeit begann, aber halbwegs zufrieden. "Die erste Halbzeit war unter unseren Erwartungen, aber nach der Pause haben wir sehr gut gespielt - bis ihr Konter zum 2:0 führte", sagte er.
Das sahen nicht alle so. "Die jüngsten Ankündigungen von Roberto Mancini wurden von Belgien zunichtegemacht. Es war eine Niederlage ohne Wenn und Aber, ohne Ausreden. Das Spiel endete mit den Pfiffen der Zuschauer", schrieb die Gazzetta.
Immerhin: Shootingstar Mohamed Ali Zoma vom 1. FC Nürnberg kam in der 80. Minute zu seinem Debüt. Samuele Inácio von Borussia Dortmund saß dagegen nur auf der Tribüne. Am Montag trifft Italien in Bursa auf die Türkei, vier Tage später geht es nach Frankreich.
(V.Sørensen--DTZ)