Deutsche Tageszeitung - Lipowitz zieht positives WM-Fazit: "Es geht wieder aufwärts"

Lipowitz zieht positives WM-Fazit: "Es geht wieder aufwärts"


Lipowitz zieht positives WM-Fazit: "Es geht wieder aufwärts"
Lipowitz zieht positives WM-Fazit: "Es geht wieder aufwärts" / Foto: © picture-alliance/Roth/SID

Florian Lipowitz gratulierte fair dem Überraschungs-Weltmeister Brandon McNulty aus den USA, und auch ohne eigenes Top-Ergebnis verließ der deutsche Hoffnungsträger die WM in Montréal mit einem guten Gefühl. "Man hat nicht so viele Möglichkeiten, für sein Land ein Rennen zu fahren. Von daher bin ich happy, dass ich ins Ziel gekommen bin, auch wenn es ein superharter, langer Tag war", sagte Lipowitz dem ARD-Hörfunk nach dem 47. Platz im Straßenrennen der Rad-WM.

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273,4 lange Kilometer hatte der 26-Jährige da in den Beinen, etwas mehr als zwei Monate nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France war die Teilnahme beim harten und selektiven WM-Rennen bereits ein Erfolg. Die WM, erklärte Lipowitz hinterher, sei nach seinem Unfall "ein großes Ziel" gewesen: "Mir ging es nach dem Sturz nicht so gut. Dann habe ich mich langsam wieder aufgerafft."

In der entscheidenden Phase, in der der Amerikaner McNulty mit einem 30-km-Solo zum ersten WM-Erfolg raste und den verletzt fehlenden Slowenen Tadej Pogacar im Regenbogentrikot ablöste, war Lipowitz bereits abgehängt. Das Ziel erreichte er mit 7:04 Minuten Rückstand. "Mir hat einfach der Punch gefehlt. Ich konnte ein bestimmtes Tempo fahren, dann war einfach nicht mehr drin", sagte Lipowitz: "Ich glaube, ich kann trotzdem zufrieden sein, wie es gelaufen ist. Vor allem nach dem Sturz ist es schön zu sehen, dass es wieder aufwärts geht."

Wenn im kommenden Jahr die WM in den französischen Alpen gastiert und ein noch berglastigeres WM-Rennen ansteht, will Lipowitz wieder angreifen. "Ich denke, das wird sicher ein großes Ziel sein", sagte Lipowitz: "Ich muss mich einfach noch ein bisschen mehr auf die Eintagesrennen fokussieren und mich da verbessern. Dann hoffe ich, dass nächstes Jahr vielleicht noch mehr drin ist."

Eine große Chance, sich nach der Rückkehr nach Europa bei einem namhaften Eintagesrennen zu bewähren, bietet sich bei der Lombardei-Rundfahrt. Beim Traditionsrennen am 10. Oktober ist sein Saisonabschluss geplant.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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