Deutsche Tageszeitung - Streit eskaliert: Ronaldo reist aus Trainingslager ab

Streit eskaliert: Ronaldo reist aus Trainingslager ab


Streit eskaliert: Ronaldo reist aus Trainingslager ab
Streit eskaliert: Ronaldo reist aus Trainingslager ab / Foto: © NTB/SID

Cristiano Ronaldo hat das Trainingslager der portugiesischen Nationalmannschaft verlassen und das Ende seiner Karriere in der Selecao angedeutet. "Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft sagen, der ich mich stets mit ganzer Kraft gewidmet habe", schrieb der 41 Jahre alte Rekordtorschütze auf Instagram.

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Die Entscheidung habe er "nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und im Anschluss an ein Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands" getroffen. Dem vorausgegangen waren zahlreiche Spekulationen in den letzten Tagen über eine mögliche Entfremdung des Superstars von seiner Mannschaft - die Trennung könnte endgültig sein.

Nationaltrainer Jorge Jesus hatte kurz zuvor noch Entwarnung gegeben. Auf der Pressekonferenz vor dem anstehenden Duell gegen Dänemark in der Nations League am Donnerstag (20.45 Uhr/DAZN) hatte er verkündet, dass es "keinerlei Zwischenfall" mit Ronaldo gegeben habe. Gleichzeitig betonte der 72-Jährige jedoch, erneut nicht auf den Stürmer setzen zu wollen: "Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt. Wenn ich ihn nicht brauche, wird er nicht eingewechselt."

Genau dieses Szenario war am vergangenen Sonntag eingetreten und hatte in Portugal hohe Wellen geschlagen: Nachdem Ronaldo keine Minute beim 2:1 gegen Norwegen auf dem Feld absolviert hatte, war der Kapitän direkt in Richtung Kabine entschwunden, zu seinen Mannschaftskollegen oder zu den portugiesischen Fans hatte er sich nicht gesellt.

Am Mittwoch nahm Ronaldo Medienberichten zufolge erneut nicht am Mannschaftstraining der Portugiesen teil, nachdem er tags zuvor schon auf dem Rasen gefehlt hatte. Das begründete Jesus noch mit individuellen Übungen zur "Mobilisierung" und körperlichen "Kräftigung". Doch im Anschluss an die Pressekonferenz eskalierte die Situation dann vollends.

"Nun ist es an der Zeit, Portugal und all meinen Mannschaftskameraden, ohne Ausnahme, viel Glück zu wünschen", schrieb Ronaldo, Europameister von 2016, in seinem Post weiter. Per Privatjet soll der Altstar aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen abreisen. Nach 234 Länderspielen mit 146 Toren scheint die lange Erfolgsgeschichte beendet.

(O.Tatarinov--DTZ)

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