Deutsche Tageszeitung - Nach Ronaldo-Flucht: Portugal gewinnt in Dänemark

Nach Ronaldo-Flucht: Portugal gewinnt in Dänemark


Nach Ronaldo-Flucht: Portugal gewinnt in Dänemark
Nach Ronaldo-Flucht: Portugal gewinnt in Dänemark / Foto: © picture alliance/Ritzau Scanpix/SID

Einen Tag nach der spektakulären Flucht von Superstar Cristiano Ronaldo hat die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft ungeachtet der Unruhen ihren Erfolgslauf in der Nations League fortgesetzt. Inmitten der Schlagzeilen rund um die vielbeachtete Abreise ihres Rekordtorschützen setzte sich die Selecao in Dänemark am Donnerstagabend in einer unterhaltsamen Partie mit 4:2 (2:1) durch und feierte den dritten Sieg im dritten Spiel.

Textgröße ändern:

Joao Cancelo (13.), Goncalo Ramos (25.), Vitinha (67.) und Joao Felix (87.) erzielten die Treffer für Portugal. Mikkel Damsgaard (23.) und Rasmus Höjlund (53.) glichen in Kopenhagen zwischenzeitlich für die Gastgeber aus. Ronaldo fehlte auf portugiesischer Seite dabei gänzlich, am Mittwoch hatte der 41-Jährige die Nationalmannschaft im Zuge eines Streits mit Trainer Jorge Jesus fluchtartig verlassen.

Die Entscheidung habe er "nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und im Anschluss an ein Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands" getroffen, schrieb Ronaldo später auf seinem Instagramkanal. Jesus hatte zuvor noch verkündet, dass es "keinerlei Zwischenfall" mit Ronaldo gegeben habe, er aber erneut nicht zwingend auf den Stürmer setzen wolle.

Gegen Wales (1:0) war Ronaldo erst in der Schlussphase eingewechselt worden. Nachdem er beim 2:1 in Norwegen gar nicht zum Einsatz gekommen war, war der Kapitän direkt in Richtung Kabine entschwunden.

In seinem Post hatte der Europameister von 2016 angekündigt, zu "gegebener Zeit" die "Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft", der er sich "stets mit ganzer Kraft gewidmet" habe, zu erklären. Die Trennung könnte endgültig sein.

Kurz vor dem Duell mit Dänemark hatte Jesus die Ereignisse nicht kommentieren wollen. "Heute ist Spieltag. Ich will mich auf die Partie konzentrieren", sagte der Coach der portugiesischen Rundfunkanstalt RTP. Danach werde man Zeit haben, darüber zu sprechen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Tischtennis-EM: Lockere Auftaktsiege für Qiu und Franziska

Die deutschen Tischtennis-Topspieler Dang Qiu und Patrick Franziska sind bei der Europameisterschaft in Ljubljana mit wenig Mühe in den Einzelwettbewerb gestartet. Qiu, Europameister von 2022 und als aktuelle Nummer elf der Weltrangliste der bestplatzierte Deutsche, gewann ungefährdet gegen Dimitrije Levajac aus Serbien mit 4:0. Franziska gab gegen Ovidiu Ionescu (Rumänien) ebenfalls keinen Satz ab.

Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen holen Bronze

Die deutschen Teamsprinterinnen haben zum Auftakt der Bahnrad-WM in Shanghai die Bronzemedaille gewonnen. Die Europameisterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch setzten sich im Kleinen Finale in 46,276 Sekunden gegen die neutralen Athletinnen aus Russland (46,712) durch. Den Goldlauf verpasste das deutsche Trio klar.

Tischtennis: Duda/Mittelham sichern Medaille - Doppel auf Kurs

Das deutsche Mixed Nina Mittelham und Benedikt Duda hat bei der Tischtennis-Europameisterschaft in Ljubljana das Halbfinale erreicht und damit die erste Medaille schon sicher. Einen Tag nach ihrem Coup gegen die topgesetzten Titelverteidiger Alvaro Robles/Maria Xiao schlugen die Deutschen im Viertelfinale Alexandra Chiriacova/Vladislav Ursu (Moldau) ungefährdet mit 3:0. Damit haben Mittelham und Duda bereits mindestens Bronze gewonnen, ein Spiel um Platz drei gibt es bei der EM nicht.

Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen fahren um Bronze - Männer raus

Die deutschen Teamsprinterinnen haben Gold zum Auftakt der Bahnrad-WM in Shanghai verpasst, aber noch die Chance auf eine Medaille. Die Europameisterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch setzten sich zwar in 46,276 Sekunden gegen Titelverteidiger Niederlande (46,476) durch, die chinesischen Gastgeberinnen (45,646) und Olympiasieger Großbritannien (45,926) waren in ihren Erstrundenduellen aber schneller.

Textgröße ändern: