Deutsche Tageszeitung - Rot statt Tor: Drama um Vinicius Jr.

Rot statt Tor: Drama um Vinicius Jr.


Rot statt Tor: Drama um Vinicius Jr.
Rot statt Tor: Drama um Vinicius Jr. / Foto: © picture-alliance/SIPA/SID

Der frühere Weltfußballer Vinicius Jr. hat seinen Kritikern weiteren Stoff geliefert. Der Brasilianer erlebte beim schwer erkämpften 1:0 (0:0) von Real Madrid in La Liga gegen den FC Villarreal einen Abend zum Vergessen. Nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit leistete sich der Stürmer einen schweren Aussetzer und flog unter kuriosen Umständen mit Rot vom Platz.

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Nach dem Premierentreffer von 125-Millionen-Mann Yan Diomande (62.) erzielte Vinicius Jr. in der 71. Minute die vermeintliche Vorentscheidung. Der in der Kritik stehende Weltfußballer von 2024 jubelte ausgelassen, er legte seine Hand aufs Ohr und küsste dann das Wappen auf seinem Trikot, ehe der VAR intervenierte.

In der Entstehung des Treffers hatte Vinicius Jr. seinem Gegenspieler Nathan Saliba an den Haaren gezogen. Das Tor zählte nicht, stattdessen sah der Angreifer die Rote Karte. Aufgebracht verschwand Vinicius Jr. in der Kabine. Anschließend entschuldigte er sich aber immerhin. "Es tut mir leid für mein Team und die Fans", schrieb Vinicius auf Instagram.

In Madrid fühlten sie sich allerdings mal wieder betrogen. "Ich weiß nicht, was mit den Schiedsrichtern los ist, diese Rote Karte verstehe ich nicht, aber das Wichtigste ist der Sieg", sagte Aurelien Tchouameni. Trainer José Mourinho blieb der Pressekonferenz sogar aus Protest fern - offenbar, um keine Sperre zu riskieren.

Auch ohne Vinicius Jr. rettete Real die Führung über die Zeit. Der Rückstand auf Spitzenreiter FC Barcelona mit Trainer Hansi Flick beträgt weiter sechs Punkte. Stadtrivale Atlético Madrid liegt einen Zähler vor den Königlichen, die in den ersten acht Ligapartien bereits zwei Niederlagen einstecken mussten.

(L.Møller--DTZ)

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