Deutsche Tageszeitung - FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien

FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien


FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien
FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien / Foto: © picture-alliance/AP/SID

Der von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) anvisierte Sturz Gianni Infantinos wird immer unwahrscheinlicher. Die asiatische Konföderation AFC vollzog im FIFA-Machtkampf eine Kehrtwende und sicherte dem Präsidenten des Weltverbandes ihre Unterstützung für die Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko zu. Die AFC hatte sich zunächst mit der UEFA und dem Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) gegen Infantinos inzwischen gescheitertes Investorenvorhaben ausgesprochen.

Textgröße ändern:

AFC-Chef Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa stellte sich bei einer Sitzung in Tokio "uneingeschränkt" hinter Infantino. "Ich habe mit zahlreichen Mitgliedern auf diesem Kontinent gesprochen. Ihre Unterstützung für Gianni ist ganz klar", sagte er: "Gianni, ja, wir hatten in der Vergangenheit einige Probleme. Aber lassen Sie uns diese beiden Dinge nicht miteinander vermischen. Wir müssen nach vorne schauen. Der Fußball ist am stärksten, wenn wir zusammenarbeiten."

Zuletzt hatte sich die Vereinigung arabische Verbände hinter Infantino gestellt, darunter zwölf AFC-Mitglieder. Infantino pflegt in die finanzstarke Golfregion enge Beziehungen. Katar verteidigte der Schweizer rund um die WM 2022 vehement, dazu wurde die Endrunde 2034 unter seiner Führung nach einem dubiosen Verfahren an Saudi-Arabien vergeben.

Afrika und Südamerika stehen ohnehin auf Infantinos Seite, dies gilt zu großen Teilen auch für Ozeanien. Es erscheint sicher, dass die UEFA und CONCACAF nicht alle ihre Mitglieder bei der Wahl hinter sich versammeln können. Die UEFA plante zuletzt, einen Gegenkandidaten ins Rennen zu schicken. Einen Namen dazu gibt es noch nicht. Am 18. November endet die Nominierungsfrist, bekannt sind seit einem Gipfel der europäischen Verbandsbosse in Berlin nur die Kriterien für einen Kandidaten.

Infantino hatte sich bei einer Council-Sitzung in der Vorwoche für das Vorgehen rund um den gescheiterten Investorendeal entschuldigt. Beschlossen wurde dabei auch die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sich mit möglichen Reformen im Weltverband beschäftigen soll und auf einen Vorschlag des asiatischen Verbandschefs folgte.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Zwei Tore, drei Assists: Draisaitl glänzt gegen den Meister

Leon Draisaitl war kaum zu halten, sein kongenialer Partner Connor McDavid ebenfalls - und doch mussten die Edmonton Oilers bis ins Penaltyschießen, um den Meister Carolina Hurricanes zu besiegen. 6:5 nach Shootout hieß es am Ende einer denkwürdigen NHL-Partie, in welcher der deutsche Eishockeystar und McDavid jeweils fünf Scorerpunkte sammelten. Beide trafen zweimal und lieferten drei Assists.

Strecke in Austin "inakzeptabel": Verstappen schlägt Alarm

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat vor der möglichen Titelentscheidung in Austin/Texas die holprige Rennstrecke scharf kritisiert. Der "Circuit of the Americas", auf dem am Wochenende der Große Preis der USA stattfindet, sei "inakzeptabel", sagte der Niederländer vor dem 18. WM-Lauf: "Ich liebe diese Rennstrecke, ich liebe diese Stadt. Es ist eine der schönsten Strecken und einer der besten Orte, an die man kommen kann. Aber die Unebenheiten, die es hier gibt, sind inakzeptabel."

Urteil im Maradona-Prozess am 22. Dezember

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona wird das Urteil am 22. Dezember verkündet. Das gab das zuständige Gericht am Donnerstag nach rund sechs Monaten Verhandlungsdauer bekannt. Sieben Mitarbeiter des medizinischen Teams des Weltmeisters von 1986 sind angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, durch fahrlässiges Handeln zum Tod Maradonas beigetragen zu haben.

NBA: OKC auch gegen Jokic makellos - 76ers mit großem Comeback

Titelkandidat Oklahoma City Thunder und der deutsche Center Isaiah Hartenstein haben auch den zweiten Härtetest der neuen Saison bestanden und in der NBA eine weiße Weste behalten. Der Meister von 2025 schlug die Denver Nuggets um Superstar Nikola Jokic mit 96:84, nach dem Auftakterfolg über die San Antonio Spurs (116:104) setzte OKC schon das zweite kleine Ausrufezeichen der jungen Spielzeit.

Textgröße ändern: