Deutsche Tageszeitung - Carrick vor dem Aus: "Wir müssen abwarten, was passiert"

Carrick vor dem Aus: "Wir müssen abwarten, was passiert"


Carrick vor dem Aus: "Wir müssen abwarten, was passiert"
Carrick vor dem Aus: "Wir müssen abwarten, was passiert" / Foto: © SID

Die Fans sangen trotz des nächsten Debakels seinen Namen, und Michael Carrick drehte eine Ehrenrunde - seine letzte? Nein, es sei keine Abschiedsrunde gewesen, sagte der Teammanager von Manchester United, der nach dem 0:3 (0:2) gegen den AFC Bournemouth vor dem Aus steht. "Wie geht es weiter? Ich weiß es nicht. Ich werde immer das tun, was für den Verein am besten ist. Ich liebe die Verantwortung, aber wir müssen abwarten, was passiert." Der Vorstand führe Krisengespräche über Carricks Zukunft, berichtete der Guardian am Sonntagabend.

Textgröße ändern:

Carrick, der erst vor fünf Monaten nach einer erfolgreichen Interimsphase zum Cheftrainer ernannt worden war, lenkte den Blick auf das große Ganze. "Die Situation, in der wir uns als Fußballverein befinden, ist das, was mir am meisten am Herzen liegt. Es geht nicht um mich", betonte der Ex-Profi. Er akzeptiere zudem seinen "Anteil an der Situation. Ich verstehe die Situation vollkommen. Ehrlich gesagt erwarte ich nichts Bestimmtes. Ich mache ganz normal weiter."

Die positiven Reaktionen der Fans in seine Richtung rührten Carrick. "Für mich geht es jetzt darum, das erst einmal zu verarbeiten. Die Emotionen am Ende des Spiels waren etwas, das ich so bisher noch nicht wirklich erlebt habe", sagte der frühere Mittelfeldspieler, der als Profi 464 Pflichtspiele für United bestritten hatte: "Die Verbundenheit und Wertschätzung der Fans zu spüren, bedeutet mir sehr viel. Ich nehme das wahr und weiß es sehr zu schätzen."

Auch Carrick ist es jedoch nicht gelungen, den steilen Niedergang des großen Klubs nach dem Abgang des Erfolgstrainers Alex Ferguson im Jahr 2013 aufzuhalten. Die Klatsche gegen Bournemouth und den deutschen Teammanager Marco Rose war das achte Pflichtspiel in Folge ohne Sieg, United erlebt den schlechtesten Saisonstart seiner Premier-League-Geschichte.

Als mögliche Carrick-Nachfolger waren jüngst unter anderem Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann, Antonio Conte und Fabian Hürzeler genannt worden. Laut Guardian soll der frühere Newcastle-Coach Eddie Howe der Wunschkandidat von Uniteds Sportchef Jason Wilcox sein.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Das Formel-1-Reife(n)zeugnis: Austin

Kimi Antonelli zeigt in Austin eine weltmeisterliche Leistung und darf die große Titel-Party für Mexiko planen. Max Verstappen kassiert nach zwei Siegen einen Dämpfer, Ferrari trauert dem verpatzten Qualifying hinterher. Die Erkenntnisse der 18. WM-Station:

Dauerkritik ist Wirtz "komplett egal"

Die Dauerkritik an seinen Auftritten im Trikot des englischen Fußball-Topklubs FC Liverpool lässt Florian Wirtz nach eigenen Angaben kalt. Es falle ihm "sehr leicht", sich voll und ganz auf sein Spiel zu konzentrieren, "weil ich mich überhaupt nicht damit beschäftige", sagte der Nationalspieler bei Sky. "Es ist mir komplett egal, was jemand über mich zu sagen hat."

Schindler nach EM-Coup stolz: "Wirklich glücklich"

Martin Schindler weinte, nach dem größten Erfolg seiner Dartskarriere überwältigten die deutsche Nummer eins auf der Bühne die Emotionen. Die ganz große Krönung blieb zwar aus, den historischen Finaleinzug bei der EM in Dortmund feierte der Strausberger trotz Niederlage aber wie einen Sieg.

Bayern erleichtert nach harter Woche: "Sieg ist für Vinnie"

Max Eberl stand die Erleichterung nach einer schwierigen Woche für den FC Bayern ins Gesicht geschrieben. "Der Sieg ist für Vinnie. Der Sieg ist für Jo, für seine Familie. Der Sieg ist für Lucho", sagte der Sportvorstand des Fußball-Rekordmeisters nach dem 3:1 (2:0) beim SC Freiburg, der ganz im Zeichen mehrerer unschöner Begleitumstände stand: "Der Sieg ist für den FC Bayern und für diese Zusammengehörigkeit, die wir einfach jetzt brauchen."

Textgröße ändern: